Tierversuchsgegner schlagen Alarm: Laut bundesweiter Statistik nehmen Tierversuche weiter zu. In Österreich verendet alle drei Minuten ein Versuchstier

Wien (OTS) - Anlässlich der gestern, Dienstag, veröffentlichten amtlichen Statistik über die Verwendung von Versuchstieren in Österreich im Jahr 2001 schlägt der "Internationale Bund der Tierversuchsgegner" (IBT) Alarm. Denn die Anzahl der verwendeten Versuchstiere hat sich mit insgesamt 180.473 Tieren gegenüber dem Jahr 2000 um rund 10 % und gegenüber dem Jahr 1999 sogar um nahezu 40 % erhöht.

"Der drastische Anstieg von Tierversuchen seit dem Jahr 2000, der ungehemmt weiter steigt, widerspricht eindeutig der Intention unseres Tierversuchsgesetzes. Laut § 17 ist "eine Verringerung der Anzahl" anzustreben. Die offiziellen Zahlen sind um so dramatischer zu werten, als der tatsächliche "Tierverbrauch" deutlich höher liegt", erklärt Gerda Matias, Initiatorin des Tierschutz-Volksbegehrens und Präsidentin des IBT. "Viele Tiere, etwa die Wirbellosen oder jene Tiere, die eigens zum Zweck der universitären Ausbildung oder zur Gewinnung von Gewebe, Zellen, Organen, Föten und Embryonen getötet werden, scheinen in der Statistik überhaupt nicht auf. Ebenso fehlen darin alle Tierversuche, von denen der Experimentator annimmt, dass sie für die Tiere nicht mit Leiden und Schmerzen verbunden sind."

Der IBT ist überzeugt, dass eine spürbare Reduktion bis hin zum gewünschten Ersatz von Tierversuchen erst erfolgt, wenn die umstrittenen Tierversuche nicht mehr mit öffentlichen Geldern gefördert werden.

Den mit Abstand größten "Tierverbrauch" verzeichnet übrigens nach wie vor das Gesundheitsministerium (138.093) zum Zwecke der Forschung, Entwicklung, Herstellung und Qualitätskontrolle von Produkten der Human- und Veterinärmedizin (123.175).

Rückfragen & Kontakt:

"Internationaler Bund der Tierversuchsgegner" (IBT),
Mag. Romana Rathmanner,
Tel.: (01) 713-08-23-10,
Fax: (01) 713-08-24,
rathmanner@tierversuchsgegner.at
Homepage: http://www.tierversuchsgegner.at

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