Spekulationfall 2: So verschenkt Stadtrat Faymann Wohnhäuser

Grüne präsentieren täglich Spekulationsfall mit Immobilien der Stadt Wien

Wien (Grüne) - "Wer mit Immobilien schnelle Spekulationsgewinne erzielen möchte, sollte im Büro von Stadtrat Werner Faymann anrufen und anfragen, ob es wieder einmal ein Städtisches Wohnhaus im Angebot gibt", gibt David Ellensohn, Wohnbausprecher der Wiener Grünen, Anlagetipps. Ellensohn: "Im Ernst. Wie dilettantisch das Vermögen der Wiener und Wienerinnen von Wiener Wohnen verschleudert wird, ist erschreckend, wie ein Beispiel im 17. Bezirk zeigt."

Im Dezember 2000 verkauft Wiener Wohnen das Städtische Wohnhaus Hernalser Hauptstraße 184. Für 1.500 m2 Nutzfläche überweist "SFI Immobilienveranlagung 2000 Ges.m.b.H." im Dezember 2000 ca. 350.000 Euro. Gerade mal zehn Monate später wird das Haus um ca. 566.000 Euro an "Bedford" weiterverkauft. Sattes Plus von ca. 216.000 Euro. Schön für den Immobilienverwerter, der sich überhaupt nichts zu schulden kommen ließ, aber was für ein Armutszeugnis für Wiener Wohnen.

Der dilettantische Verkauf ist aber aber nach Ansicht der Grünen nicht nur finanziell ein schlechtes Geschäft, sondern auch sozialpolitisch eine Bankrotterklärung der Wiener SPÖ. Heute ist das Wohnhaus in den Händen von "Bedford Immobilien". Diese Firma scheint in den Problemhaus- und Spekulationslisten der Mobilen Gebietsbetreuung auf und sollte Stadtrat Faymann hinlänglich bekannt sein. "Bedford" hat sich seine Einträge mit unsachgemäßen Dachbodenausbauten (Wassereinbruch, Anzeigen bei MA37) verdient. Der Dachboden in der Hernalser Hauptstraße 184 ist übrigens noch nicht ausgebaut. Nicht ganz so schlimm für die BewohnerInnen, denn zum letzten Stichtag (1.5.2001) waren ohnedies 43,18% der Nutzfläche als leerstehend gemeldet.

"Wer Mieter und Mieterinnen in dieser Stadt wirklich vor Spekulanten schützen will, muss zusehen, dass diesen Leuten möglichst wenige Häuser in die Hände fallen. Faymann hätte beim Verkauf eine Klausel einbauen können, die einen Weiterverkauf an amtsbekannte Spekulanten untersagt", so der Grüne Wohnbausprecher. "Wir werden beantragen, dass das Kontrollamt die Vorgänge rund um den Verkauf von Städtischen Wohnhäusern auch in punkto Wirtschaftlichkeit überprüft" schließt Ellensohn.

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