- 21.06.2002, 11:00:15
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@rboe heute und morgen: Mit uns fahren Sie bestens!
Stopp dem Abkassieren
Graz (ARBÖ) - "Um den Anforderungen von optimaler
Kundenfreundlichkeit, Qualität und Flexibilität bei den
ARBÖ-Dienstleistungen und Produkten zu entsprechen, wurde mit dem Um-
und Ausbau von zahlreichen ARBÖ-Dienststellen der
Modernisierungsprozess fortgesetzt", erklärte ARBÖ-Präsident Dr.
Herbert Schachter anlässlich der Auftaktpressekonferenz zur
ARBÖ-Bundeskonferenz im steirischen Presseclub in Graz.
Rund vier Millionen Kilometer legen die ARBÖ-Pannenfahrer während
ihres Einsatzes und im Dienste der ARBÖ-Mitglieder im Jahr
österreichweit zurück. ARBÖ-Präsident Dr. Schachter: "Für den ARBÖ
hat Qualität Vorrang. Durch ein hervorragendes Schulungsprogramm für
die Mitarbeiter im Technischen Dienst sowie modernste Prüfgeräte und
Pannenfahrzeuge ist es möglich, rasch und kompetent Hilfe zu
leisten."
Bedürfnisse der Kraftfahrer berücksichtigen
Eine wesentliche Grundsatzforderung des ARBÖ ist, dass die Mobilität
der Menschen - sprich die Erreichbarkeit von Wohn- und Arbeitsstätten
- sichergestellt wird. Die Wahl des Verkehrsmittel muss jedem
einzelnen vorbehalten bleiben. Die notwendige und zunehmend verlangte
Mobilität der Menschen ist mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
derzeit allein nicht ausreichend zu bewältigen.
"Die bisherige Entwicklung lässt den Schluss zu, dass eine Steigerung
der Attraktivität der öffentlichen Verkehrsmittel notwendig ist. Es
wäre zweckmäßiger erst die Angebote im öffentlichen Verkehr zu
verbessern, um den Umstieg vom Individualverkehr vernünftig gestalten
zu lassen", betont ARBÖ-Präsident Dr. Schachter.
Automobil nicht "verteufeln"
Eines sollte auch nicht vergessen werden, dass das vergangene
Jahrhundert sowie das derzeitige Zeitalter durch das Automobil
geprägt worden ist. Auch Österreich hat an dieser Entwicklung laut
ARBÖ-Präsident Dr. Schachter einen wesentlichen Anteil: "Das
Kraftfahrzeug ist der wichtigste Garant für die in der modernen
Wirtschaft unbedingt notwendige Mobilität, nicht nur im Berufs-
sondern auch im Freitzeitverkehr. Auch als Wirtschaftsfaktor ist das
Kraftfahrzeug von enormer Bedeutung, nahezu jeder achte Arbeitsplatz
wird mit dem Auto und durch das Auto erhalten."
Es geht nicht an, dass unter dem Deckmantel der Ökologie die Spaltung
in eine Zweiklassengesellschaft vollzogen wird. Staatsbürger, die es
sich leisten können, bei Erwerb und Nutzung eines Kraftfahrzeuges
exorbitant hohe Abgaben zu zahlen, während der andere Teil der
Bevölkerung, der für Beruf und Freizeit das Auto benötigt, auf die
Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel verwiesen werden soll,
betont der ARBÖ.
Schluss mit der Quersubventionierung
Der ARBÖ spricht sich gegen eine weitere Quersubventionierung des
Schwerverkehrs und weitere Belastungen der Kraftfahrer aus.
Finanzierungsprobleme des Straßenbaus in Österreich sind nicht
zuletzt auch auf die Aufgabe der Zweckbindung der Mineralölsteuer für
den Bundesstraßenbau und die Bundesstraßenerhaltung vor 15 Jahren
zurückzuführen.
"Vorhandene Steuern und Abgaben der Kraftfahrer fließen ohne
gleichartige Gegenleistung ungebremst ins allgemeine Budget. Damit
muss Schluss sein, denn die Kraftfahrer haben ein Anrecht darauf,
dass ihre Steuern und Abgaben auch tatsächlich für den
Kraftfahrzeugverkehr verwendet werden", fordert ARBÖ-Präsident Dr.
Schachter.
Während der private Pkw-Verkehr weiter belastet wird, soll der
Lkw-Verkehr geschont werden. Nur so sind nach Ansicht des ARBÖ die
jüngsten Aussagen des Infrastrukturministers zu verstehen, wonach im
Gegenzug zur Einführung der Lkw-Maut zugunsten des Schwerverkehrs die
letzte Kfz-Steuererhöhung zurückgenommen und damit die
Transportwirtschaft um jährlich 145 Millionen Euro entlastet wird.
Zudem ist der Wirtschaft die geplante Lkw-Maut ohnehin zu hoch. Die
Pkw-Fahrer finanzieren weiterhin die Infrastruktur, die
Quersubventionierung zum Nutzen des Schwerverkehrs nimmt damit kein
Ende.
ARBÖ-Präsident Dr. Schachter weiters: "Der ARBÖ werde sich gegen jede
Ökologisierung des Steuersystems stellen, wenn am Ende höhere
Belastungen heraus kommen. Gegen einen Abtausch einzelner Steuern
kann man nachdenken. Dazu bedarf es aber eines klaren Konzepts im
Einklang mit der EU, nicht aber mutwilliges Abkassieren."
(Fortsetzung folgt)
Rückfragehinweis: ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 01/891 21-244
e-mail: [email protected]
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