AMON: VEREIN INTEGRATION ÖSTERREICH FALSCH INFORMIERT

Körper- und sinnesbehinderten Kindern stehen alle Ausbildungsmöglichkeiten offen, Integration geistig Behinderter sollte auf polytechnische Schule ausgeweitet werden

Wien, 19. Juni 2002 (ÖVP-PK) "Körper- und sinnesbehinderten Kindern und Jugendlichen stehen in Österreich alle Ausbildungsmöglichkeiten an den Schulen und Universitäten offen", stellte ÖVP-Bildungssprecher Abg. Werner Amon klar. Der körperlich behinderte Stephen Hawking hätte in Österreich genau so Wissenschafter werden können wie in Großbritannien. Das wird sich auch mit dem gestern eingebrachten Schulreformpaket nicht ändern. Ausgeweitet wird hingegen die Integration geistig behinderter Schülerinnen und Schüler in die Polytechnische Schule.****

"Nach 8 Jahren gemeinsamen Unterrichts in Volks- und Hauptschulen und in der Unterstufe der AHS muss es Ziel des letzten Jahres der Schulpflicht sein, geistig Behinderte ins Leben außerhalb der Schule zu begleiten, sie soweit es möglich ist auf einen Beruf vorzubereiten und ihnen die Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen", so Amon. Da die Polytechnische Schule die Berufsvorbereitung der Schülerinnen und Schüler zur Aufgabe habe, biete diese Schulform auch die besten Voraussetzung für die Begleitung von geistig Behinderten in ein Berufsleben.

"Integration geistig Behinderter darf kein Selbstzweck sein, sondern muss dem geistig behinderten Jugendlichen nützen. Es ist deshalb unverantwortlich, wenn Vereine wie Integration Österreich fordern, dass geistig Behinderte die AHS-Oberstufe oder eine HTL besuchen sollen, denn dort würden sie vier Jahre absitzen, in denen sie weder dem Unterricht folgen können, noch eine Vorbereitung für ihr späteres Leben bekommen", erklärte Amon.
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