Finanzbehörde fordert von der Bundesliga Geld zurück - wegen unerlaubt überwiesener Gelder an FC-Tirol-Manager Hochstaffl

Liga-Geschäftsführer Nachbagauer überwies für den Klub Millionen nach Florida

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner morgen erscheinenden Ausgabe berichtet, weitet sich der Wirtschaftsthriller um den FC Tirol jetzt auch auf die Österreichische Bundesliga aus. Bundesliga-Vorstand Reinhard Nachbagauer bekam von der Finanzprokuratur eine so genannte Drittschuldnerklage zugestellt. Der Vorwurf: Die Bundesliga habe Vereinsgelder überwiesen, die in Wirklichkeit längst vom Finanzamt Innsbruck gepfändet waren. Es geht um über eine Million Euro.

Zur Erklärung: Jeder Verein hat bei der Bundesliga ein Verrechnungskonto, über das unter anderem die Fernsehgelder abgerechnet werden. In einem Fax, das NEWS exklusiv vorliegt, schrieb Reinhard Nachbagauer am 9. August 2001 an den "lieben Robert", den mittlerweile inhaftierten Tirol-Manager Hochstaffl: "Unter Bezugnahme auf unsere Gespräche bestätige ich Dir, dass die Bundesliga den Betrag von USD 443.132,79 (499.023 Euro) vorfinanzieren kann, und zwar auf das von Dir angegebene Konto in den USA." Nur einen Tag später ordnete Nachbagauer bei der Bank Austria die Transaktion an -"zugunsten von Parker Leasing". Jene dubiose US-Firma also, an die der FC Tirol insgesamt 10 Millionen Schilling (726.728 Euro) verlor.

Darüber hinaus wurden von der Bundesliga an Hochstaffls Firma "Global Marketing" 304.516,75 Euro überwiesen. Und das, obwohl seit Monaten ein Pfändungsbescheid des Finanzamtes Innsbruck vorlag.

Bundesliga-Vorstand Nachbagauer verteidigt sich, meint aber auch:
"Vielleicht bin ich ein bisschen leichtsinnig gewesen." Ob er fürchte, dass sich die Finanz jetzt die verlorenen Millionen von der Bundesliga zurückhole? Nachbagauer zu NEWS: "Ich hoffe nicht, dass die Bundesliga für etwas zum Handkuss kommt, wo der Verein Abgabenschuldner ist."

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