Schabl: Landtag beschließt SP-Antrag zur Schaffung eines NÖ Lehrlingsausbildungsfonds

Lastenausgleich zwischen ausbildenden und nicht ausbildenden Betrieben

St. Pölten, (SPI) - Der NÖ Landtag beschloss im Rahmen seiner heutigen Budgetsitzung mit den Stimmen der SPÖ, der FPÖ und der Grünen und gegen die Stimmen der ÖVP einen von SP-LAbg. und Zweiten Landtagspräsidenten Emil Schabl eingebrachten Antrag zur Schaffung eines NÖ Lehrlingsausbildungsfonds. "Es gibt für junge Menschen zu wenig Lehrstellen. Unternehmen, die Lehrlinge ausbilden, beklagen Kosten und die Ungleichbehandlung zu Unternehmen, welche keine Lehrplätze anbieten. Es muss daher im Rahmen von Gesprächen zwischen den Sozialpartnern und dem Land versucht werden, einen Lehrlingsausbildungsfonds für NÖ zu schaffen. Die Finanzierung soll mit Beteiligung von Bund, Land NÖ und den Betrieben erfolgen. Ziel ist es, einen Lastenausgleich zwischen jenen Betrieben zu schaffen, die Lehrlinge ausbilden und jene die nicht ausbilden. Ein weiteres wichtiges Ziel ist ein Bonuspunktesystem für Betriebe, die über das Berufsbild hinausgehende Qualifikationen vermitteln. Durch die Einführung dieses Fonds soll das bewerte duale Berufsausbildungssystem qualitativ und quantitativ für die Zukunft abgesichert werden", freut sich der Initiator des Antrags, LAbg. Emil Schabl, über den positiven Beschluss.****

Maßnahmen wie die Befreiung von Unternehmen von der Kommunalsteuer für Lehrlinge, die Befreiung der Betriebe von den Krankenkassenbeiträgen für Lehrlinge und Deregulierungsmaßnahmen im Bereich des BAG und KJBG brachten keinen Erfolg. Die Beobachtung der Arbeitsmarktlage und des Bildungsspektrums zeigt dennoch, dass die Hälfte der Jugendlichen zwischen 15 und 19 Jahren das duale System der Lehrlingsausbildung für ihre Berufsausbildung wählten. "Es sollten daher weitere Anreize geschaffen werden, damit von der NÖ Wirtschaft auch jene Fachkräfte ausgebildet werden, die in der Folge von den Betrieben nachgefragt werden, wobei nicht nur eine Steigerung der Quantität, sondern auch eine ständige Anpassung der Qualität erfolgen muss, um den hohen Standard halten zu können. Diese Grundlagen sollen in einem umgehend einzuladenden Gipfelgespräch der NÖ Interessensvertretungen geschaffen werden", so Schabl.
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