Lichtenberger: Kein Schnellschuss, sondern Überzeugungsarbeit nötig

Grüne holen Transit-Berichterstatter des EP nach Tirol

Wien (OTS) "Ein Husch-Pfusch-Beschluss im Europaparlament ohne ordentliche Grundlage, wie von einzelnen FPÖ-Vertretern verlangt, würde bei den derzeitigen Mehrheitsverhältnissen gegen die Interessen der transitgeplagten Bevölkerung ausgehen. So würde der Weg für einen ebenso raschen und ebenso schlechten Beschluss der EU-Verkehrsminister freigemacht", ist die Verkehrssprecherin der Grünen, Eva Lichtenberger, überzeugt.

"Das Arbeitspapier des MEP Luciano Caveri zur Verlängerung der Ökopunkteregelung - Grundlage der heutigen Transitdebatte im Verkehrsausschuss im Europaparlament - ist trotz Schwächen eine Chance für Österreich, doch noch das Ruder zugunsten einer anständigen Transitregelung nach 2003 herumzureißen. Diese Chance, vielleicht die letzte, darf auf keinen Fall ungenutzt bleiben. Die Grünen holen daher Caveri, als Berichterstatter im Europaparlament eine Schlüsselfigur, im Spätsommer nach Tirol", so Lichtenberger.

"Mit Experten und per Lokalaugenschein muss aus den positiven Anknüpfungspunkten in Caveris Papier eine seriöse Entscheidung für eine Transitregelung mit Biss nach 2003 entwickelt werden. Caveri kommt selbst aus einer Transitregion und hat die Größe und Dringlichkeit des Transitproblems ebenso wie die Chance einer Gesamtlösung für die Sensible Zone Alpen klar erkannt. Dies muss ausgebaut und genutzt werden, um Bevölkerung und Umwelt nicht dem ungezügelten Transitwahn auszusetzen. Die inhaltlichen Fehler im Caveri-Papier sind nur mit unzureichender Informationspolitik Verkehrsminister Reichholds und der ÖVP- und FPÖ-Landespolitiker in Richtung Europaparlament zu erklären. Sie müssen mit orts- und fachkundigen ExpertInnen ausgeräumt werden. Dazu werden die Grünen in Tirol den nötigen Kontakt herstellen. Zugleich sind jetzt alle österreichischen MandatarInnen im Europaparlament von FPÖ bis SPÖ dringend gefordert, intensives Lobbying für die Anliegen der geplagten Bevölkerung zu betreiben", so Lichtenberger abschließend.

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