- 18.06.2002, 10:02:33
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Rieder: Weiteres Kompetenzzentrum für Wien=
ACBT optimiert Verfahrensabläufe in der Biotechnologie
Wien, (OTS) "Mit dem Kompetenzzentrum ´Austrian Center of
Biopharmaceutical Technology - ACBT" wird die Wiener Biotech-Szene um
eine weitere wichtige Facette erweitert", erklärte am Dienstag Wiens
Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp Rieder im Rahmen einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ACBT. "Es ist ein gutes Zeichen
für einen Wirtschaftsstandort, wenn sich mehrere große und
renommierte Unternehmen zusammentun, um hier im Rahmen einer
Arbeitsgemeinschaft an gemeinsamen Projekten, im Falle des ACBT die
Optimierung von Herstellungsprozessen in der Biotechnologie, zu
arbeiten."
Rieder: "Schon 50 Prozent aller neuen Medikamente, die sich
derzeit in klinischer Prüfung befinden, sind biotechnologischen
Ursprungs. Innerhalb der nächsten 5 Jahre werden überhaupt 60 Prozent
aller Innovationen im Hochtechnologiesektor durch Biotechnologie und
Molekulare Medizin geschaffen. Wien hat daher schon frühzeitig auf
diese Zukunftsbranche gesetzt, traditionelle Standortvorteile durch
die Anwesenheit großer Pharmaunternehmen genutzt und allein seit 1997
insgesamt 72,7 Mio. Euro in diesen Bereich investiert. Bis 2005 wird
die Stadt Wien nochmals rund 64 Mio. Euro zur Verfügung stellen".****
Die Stadt Wien unterstützt deshalb das Austrian Center of
Biopharmaceutical Technology - ACBT im Rahmen der Wiener
Technologieoffensive "wiennovation" mit rund 700.000 Euro, so Rieder.
Die Partner des ACBT, das auch vom Bund und vom Land Tirol
unterstützt wird, sind die Biochemie GmbH, Boehringer Ingelheim
Austria, Polymun Scientific sowie das Institut für angewandte
Mikrobiologie der Universität für Bodenkultur Wien und das Institut
für Biochemie der Universität Innsbruck.
Biotechnologie bleibt ein Wachstumsmarkt
Wien, so Rieder, profitiere im Bereich Biotechnologie besonders
von einem "guten Mix", bestehend aus großen Pharmaunternehmen,
universitären und privaten Forschungseinrichtungen sowie zahlreichen
innovativen Kleinunternehmen.
o In den letzten drei Jahren haben sich rund 20 international
erfolgreiche Start-up-Unternehmen entwickelt bzw. sich in Wien
angesiedelt.
o Insgesamt sind am Biotech-Standort Wien mehr als 2.000 Personen
im F & E-Bereich tätig.
o An den zehn Universitäten gibt es 3000 StudentInnen in
einschlägigen Fachrichtungen.
o 80 Prozent aller österreichischen Biotech-Unternehmen sind in
der Vienna Region angesiedelt.
o In Wien gibt es in dieser Wachstumsbranche bis 2010 ein
Potenzial von 10.000 zusätzlichen Jobs.
Kompetenzzentrum Wien: Vorhandenes Wissen besser nutzen
ACBT ist also ein weiterer wichtiger Baustein für den Aufbau des
"Biotechnologie-Standortes Wien". Als Kompetenzzentrum ist es ein
dauerhafter und strukturierter Zusammenschluss von Industrie und
Wissenschaft, und beide Seiten können sich durch diese Form der
kooperativen Forschung hohen zusätzlichen Nutzen erwarten. Und auch
für Wien als Wirtschafts- und Wissenschaftszentrum Österreichs ist
die Bildung solcher Kompetenzzentren von hoher Bedeutung, denn durch
gemeinsame Forschung werden die Potenziale unserer Stadt weitaus
besser genutzt, als wenn jeder für sich allein arbeitet.
Im Wissenschafts- und Technologiepark "Tech-Gate Vienna" in der
Donau-City arbeiten vier Kompetenzzentren mit rund 150
hochqualifizierten Mitarbeitern im Bereich der zukunftsträchtigen
Informations- und Telekommunikationstechnologien mit einem
Vierjahresbudget von insgesamt 40 Mio. Euro! Hier entwickeln
Wissenschaftler gemeinsam mit der Industrie neue Technologien in der
Mobilkommunikation, es werden innovative Einsatzmöglichkeiten der
"virtuellen Realität" und der Visualisierung von Daten erforscht und
das für die Anwendung in der Wirtschaft besonders wichtige Feld des
"electronic commerce" weiterentwickelt.
Eine interessante Ergänzung an der Schnittstelle von
Informationstechnologie und Umwelttechnologie bildet das neue
Kompetenzzentrum für Elektronikschrott-Recycling und nachhaltige
Produktentwicklung - KERP.
Ein weiteres großes Kompetenzzentrum im Bereich der
medizinischen Biotechnologie, das Zentrum für Biomolecular
Therapeutics - BMT, entwickelt schon seit einigen Jahren erfolgreich
Therapien gegen chronische Entzündungsvorgänge im menschlichen
Körper.
Schließlich unterstützt Wien noch das österreichweite
Kompetenznetzwerk im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik und wird
sich beim Aufbau weiterer Kompetenzzentren, vor allem in den
Technologiefeldern "Verkehr, Telematik und Logistik" sowie "Life
Sciences - medizinische Biotechnologie" engagieren.
Wien nützt mit dem Aufbau von Kompetenzzentren immer besser das
enorme Wissen, das in unseren Universitäten, Schulen und
Forschungsinstituten produziert wird, damit innovative Produkte und
Lösungen auch in Zukunft Beschäftigung und Wohlstand für unsere Stadt
sichern. (Schluss) nk/
Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Norbert Kettner
Tel.: 4000/81 845
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