Rieder: Weiteres Kompetenzzentrum für Wien

ACBT optimiert Verfahrensabläufe in der Biotechnologie

Wien, (OTS) "Mit dem Kompetenzzentrum ´Austrian Center of Biopharmaceutical Technology - ACBT" wird die Wiener Biotech-Szene um eine weitere wichtige Facette erweitert", erklärte am Dienstag Wiens Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Dr. Sepp Rieder im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ACBT. "Es ist ein gutes Zeichen für einen Wirtschaftsstandort, wenn sich mehrere große und renommierte Unternehmen zusammentun, um hier im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft an gemeinsamen Projekten, im Falle des ACBT die Optimierung von Herstellungsprozessen in der Biotechnologie, zu arbeiten."

Rieder: "Schon 50 Prozent aller neuen Medikamente, die sich derzeit in klinischer Prüfung befinden, sind biotechnologischen Ursprungs. Innerhalb der nächsten 5 Jahre werden überhaupt 60 Prozent aller Innovationen im Hochtechnologiesektor durch Biotechnologie und Molekulare Medizin geschaffen. Wien hat daher schon frühzeitig auf diese Zukunftsbranche gesetzt, traditionelle Standortvorteile durch die Anwesenheit großer Pharmaunternehmen genutzt und allein seit 1997 insgesamt 72,7 Mio. Euro in diesen Bereich investiert. Bis 2005 wird die Stadt Wien nochmals rund 64 Mio. Euro zur Verfügung stellen".****

Die Stadt Wien unterstützt deshalb das Austrian Center of Biopharmaceutical Technology - ACBT im Rahmen der Wiener Technologieoffensive "wiennovation" mit rund 700.000 Euro, so Rieder. Die Partner des ACBT, das auch vom Bund und vom Land Tirol unterstützt wird, sind die Biochemie GmbH, Boehringer Ingelheim Austria, Polymun Scientific sowie das Institut für angewandte Mikrobiologie der Universität für Bodenkultur Wien und das Institut für Biochemie der Universität Innsbruck.

Biotechnologie bleibt ein Wachstumsmarkt

Wien, so Rieder, profitiere im Bereich Biotechnologie besonders von einem "guten Mix", bestehend aus großen Pharmaunternehmen, universitären und privaten Forschungseinrichtungen sowie zahlreichen innovativen Kleinunternehmen.

o In den letzten drei Jahren haben sich rund 20 international erfolgreiche Start-up-Unternehmen entwickelt bzw. sich in Wien angesiedelt.
o Insgesamt sind am Biotech-Standort Wien mehr als 2.000 Personen im F & E-Bereich tätig.
o An den zehn Universitäten gibt es 3000 StudentInnen in einschlägigen Fachrichtungen.
o 80 Prozent aller österreichischen Biotech-Unternehmen sind in der Vienna Region angesiedelt.
o In Wien gibt es in dieser Wachstumsbranche bis 2010 ein
Potenzial von 10.000 zusätzlichen Jobs.

Kompetenzzentrum Wien: Vorhandenes Wissen besser nutzen

ACBT ist also ein weiterer wichtiger Baustein für den Aufbau des "Biotechnologie-Standortes Wien". Als Kompetenzzentrum ist es ein dauerhafter und strukturierter Zusammenschluss von Industrie und Wissenschaft, und beide Seiten können sich durch diese Form der kooperativen Forschung hohen zusätzlichen Nutzen erwarten. Und auch für Wien als Wirtschafts- und Wissenschaftszentrum Österreichs ist die Bildung solcher Kompetenzzentren von hoher Bedeutung, denn durch gemeinsame Forschung werden die Potenziale unserer Stadt weitaus besser genutzt, als wenn jeder für sich allein arbeitet.

Im Wissenschafts- und Technologiepark "Tech-Gate Vienna" in der Donau-City arbeiten vier Kompetenzzentren mit rund 150 hochqualifizierten Mitarbeitern im Bereich der zukunftsträchtigen Informations- und Telekommunikationstechnologien mit einem Vierjahresbudget von insgesamt 40 Mio. Euro! Hier entwickeln Wissenschaftler gemeinsam mit der Industrie neue Technologien in der Mobilkommunikation, es werden innovative Einsatzmöglichkeiten der "virtuellen Realität" und der Visualisierung von Daten erforscht und das für die Anwendung in der Wirtschaft besonders wichtige Feld des "electronic commerce" weiterentwickelt.
Eine interessante Ergänzung an der Schnittstelle von Informationstechnologie und Umwelttechnologie bildet das neue Kompetenzzentrum für Elektronikschrott-Recycling und nachhaltige Produktentwicklung - KERP.

Ein weiteres großes Kompetenzzentrum im Bereich der medizinischen Biotechnologie, das Zentrum für Biomolecular Therapeutics - BMT, entwickelt schon seit einigen Jahren erfolgreich Therapien gegen chronische Entzündungsvorgänge im menschlichen Körper.

Schließlich unterstützt Wien noch das österreichweite Kompetenznetzwerk im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik und wird sich beim Aufbau weiterer Kompetenzzentren, vor allem in den Technologiefeldern "Verkehr, Telematik und Logistik" sowie "Life Sciences - medizinische Biotechnologie" engagieren.

Wien nützt mit dem Aufbau von Kompetenzzentren immer besser das enorme Wissen, das in unseren Universitäten, Schulen und Forschungsinstituten produziert wird, damit innovative Produkte und Lösungen auch in Zukunft Beschäftigung und Wohlstand für unsere Stadt sichern. (Schluss) nk/

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