• 18.06.2002, 09:56:04
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Gradwohl: Unglaubliche Packelei von ÖVP und FPÖ in der Post AG

Die Verdoppelung von freigestellten Betriebsräten ist ein Hohn gegenüber den SteuerzahlerInnen

Wien (SK) Als "unerträglich" bezeichnete das Mitglied des Präsidiums
des SPÖ-Klubs, Abgeordneter Heinz Gradwohl "die Mauschelei und
Packelei von FPÖ und ÖVP betreffend die Dienstfreistellungen von
Postbetriebsräten". "Obwohl quer durch Österreich Postämter
geschlossen und das Personal mit allen vorhandenen Mitteln abgebaut
wird, soll laut Wunsch von ÖVP und FPÖ die Anzahl der freigestellten
Post-Personalvertreter von 54 auf 92 erhöht werden", kritisiert
Gradwohl am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Dies geschehe deswegen, da durch diese Erhöhung der Anzahl von
Betriebsräten FP- und VP-Gewerkschafter im Verhältnis mehr Einfluss
erhalten würden. Nebeneffekt: Der FP-Gewerkschafter Johann Weinberger
würde so auch nach den Wahlen im Herbst freigestellter
Personalvertreter bleiben und könne seine gesamte Arbeitskraft in die
Parteiführung der FPÖ einbringen.

"Diese Vorgangsweise ist ein Hohn und eine massive Verschwendung von
Steuermitteln auf Kosten der Öffentlichkeit, um ÖVP und FPÖ mehr
Einfluss in der Postgewerkschaft zukommen zu lassen. Die SPÖ werde
jedenfalls diesen Postenschacher im Detail untersuchen und die
Öffentlichkeit umfassend über diesen Skandal informieren", schloss
Gradwohl. (Schluss) ml/mp

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

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