• 14.06.2002, 15:39:17
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Gradwohl: "Minister Molterer am Fest des Phönix gescheitert!"

Bundesanstalt für Bergbauernfragen beweist Phantasie und Innovationskraft

Wien (SK) Gestern fand ein phantastisches Fest der Belegschaft der
Bundesanstalt für Bergbauernfragen in Wien statt. Obwohl es vom
Landwirtschaftsministerium per schriftlicher Weisung am Ort der
Bundesanstalt untersagt worden war, hat die Belegschaft dieses
Institutes - wie in der wissenschaftlichen Arbeit - wieder einmal
Phantasie und Innovationskraft bewiesen: Sie feierte ihr "Fest des
Phönix" einfach in den Räumlichkeiten des "Institutes für den
Frieden" - einen Stock höher. "Es hat sich gezeigt, dass
Landwirtschaftsminister Molterer gut beraten wäre, wenn er diese
innovationsstarke Bundesanstalt zu einem Europäischen Zentrum für
Berggebiete und ökologisch sensible Regionen ausbauen würde. Hier
könnte Molterer endlich einen wichtigen Akzent im internationalen
Jahr der Berge setzen, ohne einen Cent Mehrbelastung für das Budget",
so SPÖ-Agrarsprecher Heinz Gradwohl am Freitag anlässlich der
Festeröffnung. ****

Die Bundesanstalt für Bergbauernfragen ist im Bereich der
europäischen Forschungskooperationen das führende Agrarinstitut in
Österreich und sie hat durch das weit überdurchschnittliche
Engagement ihrer MitarbeiterInnen in der europäischen
Forschungslandschaft einen wesentlichen Entwicklungsbeitrag für die
Berggebietspolitik der EU geleistet und sich damit einen
internationalen Namen gemacht. "Jetzt könnte Minister Molterer
beweisen, dass er Nachhaltigkeit nicht nur in Sonntagsreden predigt,
sondern nachhaltige Forschungsarbeit für unsere Republik nicht nur
fordert, sondern wirklich will und unterstützt. Für ein
Berggebietszentrum besteht in der EU hoher Bedarf, Österreich als
Bergland wäre dafür prädestiniert und die Bundesanstalt für
Bergbauernfragen hätte das erforderliche wissenschaftliche Know-how,
die internationalen Kontakte und die internationale Anerkennung",
erklärte Gradwohl.

Die MitarbeiterInnen der Bundesanstalt für Bergbauernfragen und vor
allem auch die MitarbeiterInnen der Bundesanstalt haben auf Grundlage
ihrer fachlichen Expertise immer Positionen für eine
verantwortungsvolle bäuerliche Landwirtschaft bezogen. Sie haben früh
erkannt, dass der Biologische Landbau eine große Chance für die
Bäuerinnen und Bauern ist. Heute stehen die MitarbeiterInnen dieser
Institution u.a. auch für eine "Gentechnikfreie Zone Österreich",
weil sie sich dafür aussprechen, dass die gentechnische "Zurichtung"
der Natur nicht zu kontrollieren und deshalb nicht zu verantworten
ist. Es kann nicht sein, dass man diese Positionierung des
Bergbauerninstitutes zu seinem Nachteil auslegt, so Gradwohl
abschließend.

Das "Fest des Bergphönix" war gekennzeichnet durch eine
Aufbruchsstimmung der Belegschaft sowie hunderter Gäste. Höhepunkte
waren ein Bäuerinnen-Kabarett, die Vorstellung einer
Widerstands-Homepage (www.bergphoenix.at) sowie eine phantastische
Ausstellung für eine "Gentechnikfreie Zone Österreich". Unter den
Festgästen waren u.a. die ehemaligen Minister Rudolf Edlinger und
der Gründer der Bundesanstalt Minister a. D Günter Haiden. (Schluss)
ml/mp

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

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