Verzetnitsch: Grasser und Reichold für Postbuszukunft verantwortlich

ÖGB ist solidarisch mit den Beschäftigten

Wien (ÖGB). "Die Postbus AG könnte bis Ende 2003 durch die enorme Anstrengung der dort Beschäftigten bereits positiv bilanzieren. Gewerkschaftliche Aktionen richten sich daher auch nicht gegen das Unternehmen, sondern gegen jene, die den Postbus zerstören wollen. Verantwortlich für die Zukunft der Postbus AG sind eindeutig die Minister Grasser und Reichold", stellte ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch heute, Freitag, bei der Sitzung der Personalvertreter der Postbus AG in Wien fest. Die Solidarität des ÖGB ist den Beschäftigten sicher.++++

Die Beschäftigten der Postbus AG haben gemeinsam erreicht, dass der Versorgungsauftrag, der sich nicht immer wirtschaflich rechnet, erfüllt werde. Gleichzeitig waren es auch die gemeinsamen Anstrengungen, die dazu geführt haben, dass der Postbus als eigenständiges Unternehmen bis Ende 2003 positiv bilanzieren könnte. Verzetnitsch: "Dazu braucht man einen Eigentümer, der zu seinem Unternehmen steht. Einen Eigentümer der auch in der Zukunft die Erfüllung des Versorgungsauftrages sieht und nicht darin, lukrative Linien zu veräußern." Es bedürfe aber auch, so der ÖGB-Präsident, eines Eigentümers, "der zu 'seinen' Beschäftigten steht und nicht im geheimen einzelne parteipolitische Interessen, wie etwa der Freilinger Plan, zum Ziel hat."

Bei der Postbus AG gehe es darum, wie die Zukunft des Unternehmens gesichert werde und nicht, wie der Ausverkauf abzuwickeln ist. Letztendlich gehe es um die Zukunft der Arbeitsplätze und um die Arbeitsbedingungen, so der ÖGB-Präsident.

Bei eventuellen weiteren gewerkschaftlichen Kampfmaßnahmen gehe es nicht gegen die Kunden, nicht gegen das Unternehmen und auch nicht gegen die Arbeitsplätze. Verzetnitsch: "Es geht aber gegen parteipolitsch motivierte Pläne, das Unternehmen unter dem Titel 'mehr Privat weniger Staat' zu zerschlagen. Verantwortlich dafür seien eindeutig die Minister Grasser und Reichold."(ff)

ÖGB, 14. Juni 2002
Nr. 525

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