Führende Pharmagroßhändler veranstalteten in Paris ein Diskussionsforum über den Zugang zu Arzneimitteln für die Bürger Europas

Europaweite Arzneimittelversorgung

Wien (OTS) - Was würden Sie tun, wenn die von Ihnen benötigten Arzneimittel nicht prompt in Ihrer Apotheke verfügbar wären ?
Ohne Europas Pharmagroßhändler wären Arzneimittel im Wert von jährlich mehr als 70 Milliarden EURO weit schwieriger zu erhalten. GIRP (Groupement Internationale de la Répartition Pharmaceutique Européenne oder European Association of Pharmaceutical Wholesalers), die Dachorganisation von mehr als 400 Pharmagroßhändlern in Europa, hielt ihre 43.

Jahresgeneralversammlung am 2., 3. und 4. Juni in Paris 2002 ab.

Die Versammlung war schon immer ein Forum für die angeregte Diskussion über aktuelle Themen, welche die Pharmawirtschaft in Europa berühren, und dieses Jahr bildete keine Ausnahme.

Die Veranstaltung wurde von mehr als 150 Delegierten der führenden Pharmagroßhändler in Europa besucht. Österreich war vertreten durch Dkfm. Josef H. Pollak (Kwizda-Pharmahandel), der von der ARGE Pharmazeutika in das GIRP-Executive Committee entsandt wurde, und Dr. Herbert Binder (Herba-Chemosan), den geschäftsführenden Vizepräsidenten der ARGE Pharmazeutika.

Das Rahmenthema der diesjährigen Versammlung war "Zugang zu Arzneimitteln für Bürger Europas", "Vollgroßhändler - Das lebenswichtige Bindeglied".

Die Diskussionsthemen umfaßten "Wettbewerbsrecht und die freie Warenbewegung", "Die Erwartungen der Hersteller an die Pharmazeutische Großhandelsbranche", "Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apotheken zur Verbesserung der primären Gesundheitsversorgung", "Unabhängige Apotheke und
neue Entwicklungen in Europa" und eine Debatte über "Einfluß von Trends in den USA und die Entwicklung des europäischen pharmazeutischen Großhandelsmarktes".

GIRP wurde vor über 40 Jahren gegründet, und seine Mitglieder beschäftigen europaweit mehr als 70.000 Menschen.
Die Organisation ist eine Kommunikationsplattform und ein Brennpunkt zwischen den Mitgliedsorganisationen und Hauptakteuren im Gesundheitswesen, indem sie Informationen in allen Angelegenheiten der europaweiten effizienten und sicheren Arzneimittelversorgung bereitstellt, wobei das Endziel das Bestreben ist, die Bedürfnisse der Patienten in ganz Europa zu befriedigen.

Von GIRP-Mitgliedern wird verlangt:
A. die volle Produktpalette permanent vorrätig zu halten;
B. die Verfügbarkeit von Arzneimitteln für Patienten stets innerhalb von Stunden sicherzustellen;
C. Qualitätsstandards zu schaffen und beizubehalten, die vor allem die Sicherheit und uneingschränkte Qualität der Arzneimittel garantieren, wenn sie an die Apotheke geliefert werden.

Die rasche Verfügbarkeit von Arzneimitteln hat in der Welt von heute, wo Ereignisse wie die Bedrohung durch Bio-Terrorismusattacken oder der plötzliche Ausbruch von Viruserkrankungen eine rasche Reaktion erfordern, wesentlich an Bedeutung zugenommen.

Durch seine Mitglieder spielt GIRP eine vitale Rolle in der Kette der Gesundheitsversorgung, indem sie mehr als 130.000 Apotheken mit mehr als 50.000 Arzneimitteln in kostengünstiger und serviceintensiver Weise versorgt.

Die GIRP-Mitglieder fungieren auch als Informationskanal und -lieferant für die Industrie. Die gelieferten Daten sind für die Hersteller von besonderer Wichtigkeit und versetzen auch die Großhändler in die Lage, fehlerhafte Produkte in effizienter Weise vom Markt zurückzuholen.

GIRP-Präsident Seppo Morri sagte auf der diesjährigen Versammlung:
"Die Vorstellung, daß 3.000 Hersteller individuell mit 130.000 Einzelhändlern beim Verkauf von etwa 50.000 Produkten zusammenarbeiten, ist unrealistisch.

Der pharmazeutische Großhandel ist das lebenswichtige Bindeglied, das die sichere und kontinuierliche Lieferung von Arzneimitteln zwischen Herstellern und Abgabestellen, und daher an Patienten und Verbraucher sicherstellt.

Die Beibehaltung der bestehenden hohen Standards und der Servicequalität in der sich dauernd wandelnden Pharma-Großhandelsbranche ist von überragender Bedeutung bei der Aufrechterhaltung der anspruchsvollen Gesundheitsversorgung in den einzelnen Staaten.

Jeder von uns, unsere Pharmazeuten, unsere Ärzte und unsere Spitäler verlassen sich zur Gänze auf die permanente Verfügbarkeit dieser Dienstleistung."

Rückfragen & Kontakt:

F. Joh. Kwizda GmbH.
Dkfm. Josef Pollak
Dr. Karl Lueger-Ring 6
1010 Wien
Tel. 01/53468/255

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