VP-Gerstl: Verkehrsdienstevertrag Wien-ÖBB vor dem Aus

Massive Leistungskürzungen stehen bevor - Gerstl künftig für Verkehrsanliegen rund um die Uhr unter 0664 / 44 66 888 erreichbar

Wien, 13.06.2002 - "Der Öffentliche Verkehr gehört unabhängig vom Verkehrsträger gefördert. Es darf nicht sein, dass die Wiener Linien fast den gesamten Kuchen an Subventionen seitens der Stadt Wien bekommen, sich aber die ÖBB-Zuschüsse seitens der Stadtregierung im Promille-Bereich bewegen.", so der Verkehrssprecher der ÖVP Wien, GR Mag. Wolfgang Gerstl in seiner heutigen Pressekonferenz zum Thema "Leistungskürzungen der S-Bahn durch die Wiener Stadtregierung". Der 1997 abgeschlossene Verkehrsdienstevertrag läuft diesen Sommer aus. Derzeit gibt es keine zielführenden Verhandlungen der Stadt Wien mit den ÖBB. Sollte es demnächst nicht zu einer gemeinsamen Einigung kommen, drohen den Wienerinnen und Wienern empfindliche Einbußen im ÖPNV-Angebot. ****

"Bis zu 180.000 Wienerinnen und Wiener benützen täglich das ÖBB-Angebot in Wien, mehr als ein Viertel aller ÖBB-Kunden kommen aus unserer Stadt. Kommt es nicht demnächst zu einer Einigung zwischen der Stadt Wien und den ÖBB, drohen den Wienerinnen und Wienern empfindliche Einbußen im ÖPNV-Angebot", so Gerstl. Er führt Niederösterreich als Positivbeispiel an, aus dem die SP-Stadtregierung gerne lernen kann. Niederösterreich habe einen für 26 Jahre gültigen Verkehrsdienstevertrag mit den ÖBB ausverhandelt, der unter anderem Materialfragen (z.B. Doppelstock-Waggons), Taktfrequenz usw. regelt.

"Es ist absolute Eile geboten! Ich fordere SP-Stadtrat Rieder auf, endlich in ergebnisorientierte Verhandlungen mit den ÖBB zu treten, damit das System des öffentlichen Nahverkehrs in Wien auch nach dem Sommer noch funktioniert", so Gerstl, der im Namen der ÖVP Wien zusätzlich fordert, dass der 15 Minuten-Takt auf der S7 verwirklicht wird. Die S 7 wird ab Ende dieses Jahres bis Ende 2003 nur im 30-Minuten-Takt fahren. Der künftige Flughafen-Express, der ab Dezember 2003 im Halbstundentakt fahren soll, nützt nur dem Flughafen, nicht aber den normalen Öffi-Benutzern bzw. Anrainern, da es bis auf die Endpunkte keine Haltestellen geben wird", so Gerstl. Er fordert weiters den 15 Minuten-Takt auf der S80 und das Aufrechterhalten des 3-4 Minuten-Takts auf der S-Stammstrecke Meidling-Floridsdorf (ohne neuen Verkehrsdienstevertrag verdoppelt sich der Takt) sowie mehr Komfort durch neue Nahverkehrswagen.

VP-Gerstl zu 100 % für Verkehrsanliegen erreichbar

"Ein neuer Obmann hat immer auch einen neuen Landesgeschäftsführer, und so wird es auch diesmal nach der Wahl des neuen Obmannes einen neuen Landesgeschäftsführer für die VP-Wien geben", so Gerstl, der künftig seine freiwerdende Zeit in zweifacher Hinsicht aufteilen will: "Zum einen möchte ich meiner Familie, insbesonders meiner Tochter und meinem 3 Monate alten Sohn, mehr Zeit widmen. Zum anderen möchte ich allen Wienerinnen und Wienern dabei helfen, verkehrspolitische Defizite aufzudecken und dafür zu sorgen, dass das Verkehrsangebot in unserer Stadt ständig verbessert und attraktiviert wird. Dafür stehe ich allen Bürgerinnen und Bürgern stets unter meiner Mobil-Nr. 0664 / 44 66 888 zur Verfügung", so Gerstl abschließend, dessen Motto lautet: Wer rasch hilft, hilft doppelt. (Schluss)

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