WKÖ-Präsident Leitl für positiven Abschluss der Beitrittsverhandlungen Polens

Polnischer Staatssekretär Szarawarski in der Wirtschaftskammer -erfreuliche Entwicklung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen

Wien (PWK410) - "Die Anwesenheit des polnischen Staatssekretärs Andrzej Szarawarski heute in der Wirtschaftskammer Österreich bedeutet die Fortsetzung hochrangiger gegenseitiger Besuche und ist Ausdruck der intensiven wirtschaftlichen und politischen Kontakte zwischen Polen und Österreich", so WKÖ-Präsident Christoph Leitl bei der Begrüßung. "Anfang Dezember werde ich auch in meiner Funktion als Eurochambres-Präsident mit einer Wirtschaftsdelegation Polen besuchen, das bald Partner in der EU sein wird. Es gilt, den Business-Standort Europa gegenüber USA und Asien mit Hilfe der jetzt 37 Eurochambres-Mitglieder zu stärken und deren Zahl zu erhöhen", sprach sich Leitl positiv für den Erweiterungsprozess und den EU-Beitritt Polens aus.

Die bilateralen Beziehungen zeigten in den letzten Jahren beachtliche Steigerungsraten. Die österreichischen Exporte nach Polen stiegen 2001 trotz einer abflauenden Wirtschaftskonjunktur um 6,2 % auf 1,08 Mrd Euro, die österreichischen Importe aus Polen um 20 % auf 860 Mio Euro. Die österreichischen Gesamtinvestitionen in Polen in Projekte über 1 Mio USD betragen 1,36 Mrd Euro, wobei das gesamte Investitionsvolumen wesentlich höher anzusetzen ist, da österreichische KMU im Regelfall ihr Engagement unter diesem Wert starten und somit statistisch nicht erfasst werden. "Die Voraussetzungen für eine weitere positive partnerschaftliche Entwicklung sind als sehr gut einzuschätzen, wobei die Wirtschaftskammer Österreich mit der Schulung von mehr als 10.000 polnischen Managern im Rahmen des Managementtrainingsprogrammes den Prozess der positiven Entwicklung Polens unterstützt hat", verwies Leitl auf die Aktivitäten im Rahmen des Internationalen WIFI-Know-How-Transfers.

Gleichzeitig bot Leitl die Hilfe der österreichischen Wirtschaft zum schwierigen Verhandlungskapitel Landwirtschaft an, da "die Wirtschaft die EU-Erweiterung will".
Szarawarski verwies auf die 25 von insgesamt 30 abgeschlossenen Kapitel und betonte, dass beispielsweise trotz Emotionen seitens der polnischen Landwirte die Möglichkeit des Verkaufs von Grund und Boden an Ausländer bereits gegeben sei. Obwohl die bilateralen Beziehungen zwischen Österreich und Polen eine steigende Tendenz aufweisen, sei noch wesentlich mehr Potential vorhanden. Polen sei bemüht, bessere Möglichkeiten für eine noch stärkere Präsenz Österreichs und vor allem ein besseres Investitionsklima zu schaffen, umgekehrt gäbe es Klagen seitens polnischer Unternehmer über Barrieren in Österreich, insbesonders bei der Niederlassungsmöglichkeit aufgrund der österreichischen Gewerbeordnung. "Mit dem Beschluss der Gewerbeordnungs-Novelle im Parlament, die mit Unterstützung der Wirtschaft möglich wurde, werden hier verbesserte Voraussetzungen auch für polnische Unternehmer geschaffen", so Leitl, da "Österreich auch für Partnerländer der EU offen sein muss". (pt)

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