EU-Erweiterung: Grillitsch fordert faire, verlässliche Rahmenbedingungen für Bauern

Grassers unqualifizierte Attacken gegen die Bauern sind überflüssig

Wien, 12. Juni 2002 (AIZ). - "Die von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner klar vertretene österreichische Position zu den Direktzahlungen im Zuge der Osterweiterung findet die volle Unterstützung des Österreichischen Bauernbundes und entspricht auch den Vorstellungen der EU-Kommission. Mit der eindeutigen Positionierung von Ferrero-Waldner konnten regierungsinterne Differenzen ausgeräumt werden. Umso unverständlicher ist es nunmehr, dass Finanzminister Karl-Heinz Grasser erneut eine EU-Finanzierungsdebatte vom Zaun bricht und so auf dem Rücken der Bauern die Osterweiterung finanzieren will", stellte heute Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch fest.

"Die Vorschläge der Kommission zur Osterweiterung sind unter dem gegebenen Finanzrahmen und den Berliner Beschlüssen finanzierbar. Sie wurden gerade unter diesem Augenmerk erstellt. Es gibt deshalb überhaupt keinen Anlass, über eine Reform der EU-Agrarpolitik zu diskutieren. Eine künstliche Debatte über die Höhe der Beitragszahlungen und die Kürzung der Direktzahlungen ist daher mehr als überflüssig", so Grillitsch.

Gerade angesichts der US-Farm Bill müsse hier mit verstärktem Augenmaß vorgegangen werden. "2 Mio. amerikanische Farmer erhalten jetzt pro Betrieb schon viermal so viele Förderungen wie 6,8 Mio. Bauern in der EU. Im Gegensatz zu den amerikanischen Kollegen erfüllen gerade Österreichs Bauern in hohem Maße ein Anforderungsprofil der Gesellschaft, das sich am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert", unterstrich der Bauernbundpräsident.

"Finanzminister Grasser überspannt schön langsam den Bogen. Durch ständige Wiederholung von bauernfeindlichen Aussagen werden seine politischen Ansätze zur Finanzierung der EU nicht richtiger. Gerade in Zeiten, wo Bauern Sicherheit und Stabilität brauchen, ist das plumpe Schüren von Neidkomplexen nicht dazu angetan, Vertrauen und gegenseitiges Verständnis zu wecken. Wir sind froh darüber, dass Ferrero-Waldner eine klare Positionierung vorgenommen hat und so die Marschrichtung Richtung Agrarpolitik in der EU wesentlich mit beeinflusst hat", erklärte Grillitsch.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ/AIZ