Jäger: Taten statt Worte im Kampf gegen den weltweiten Hunger

Wien (SK) Anlässlich der Welternährungskonferenz in Rom forderte die entwicklungspolitische Sprecherin der SPÖ, Inge Jäger, am Dienstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ, dass endlich auch Nägel mit Köpfen gemacht werden. Inge Jäger: "Es ist nicht akzeptabel, dass auch heute immer noch 24.000 Menschen täglich an den Folgen ihrer Unterernährung sterben. Die Industrieländer müssen sich endlich mit den Ländern des Südens solidarisieren, und das nicht nur mit schönen Worten, sondern mit Taten." ****

Bei der Bekämpfung des Hungers sind für Inge Jäger drei Punkte besonders wichtig: "Erstens, es muss endlich zu einer fundamentalen Agrarreform mit einer Reduktion aller Exportsubventionen für die Industrieländer kommen, damit auch die Produkte aus den Ländern der Dritten Welt eine faire Chance auf den Weltmärkten erhalten. Das würde maßgeblich dazu beitragen, den Anteil der Armen und dadurch Unterernährten bzw. Hungernden zu reduzieren", betonte Jäger.

"Zweitens müssen auch die immer wieder geforderten 0,7 Prozent des BIP für die Entwicklungshilfe endlich umgesetzt werden", so Jäger. Denn nachhaltige Armuts- bzw. Hungerbekämpfung sei nur mit einer entsprechenden finanziellen Ausstattung möglich.

"Und als letzter und nicht weniger wichtiger Punkt, muss die Entwicklung des ländlichen Raumes Ziel der Bemühungen bei der Hungerbekämpfung sein, denn rund 70 Prozent aller vom Hunger bedrohten Menschen leben im ländlichen Raum", erklärte Jäger. Aus diesem Grund sei das neue "Anti-Hunger-Programm" der FAO zu begrüßen, das genau diesem Umstand Rechnung trägt und darauf zielt, die Lebensbedingungen hungernder und unterernährter Menschen im ländlichen Raum zu verbessern", sagte Jäger abschließend. (Schluss) up/mp/mm

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