Frühpensionierungen: Doppelmoral der FPÖ !

GLB: Riess-Passer soll vor eigener Türe kehren !

Wien (OTS) - Die Affäre um angebliche illegale vorzeitige Ruhestandsversetzungen bei Post, Telekom und ÖBB nehmen die Vorsitzenden des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB) in Eisenbahner-und Postgewerkschaft, Theo Schneider und Robert Hobek, zum Anlass, um die Doppelmoral der FPÖ aufs Korn zu nehmen:

Schneider (GLB ÖBB): "Wenn Vizekanzlerin Riess-Passer wegen angeblich illegaler Frühpensionierungen nun Strafanzeigen gegen die Unternehmensvorstände erstattet, dann zeigt sich einmal mehr, dass die FPÖ eine Partei der Doppelmoral ist: Erstens trägt ein FPÖ-Minister - vorher Frau Forstinger, jetzt Herr Reichhold - von Eigentümerseite her die Verantwortung für ÖBB und Post, und zweitens versucht sie selbst im Rahmen ihrer Kahlschlagpolitik im öffentlichen Dienst, tausende Bedienstete des Bundes los zu werden, indem Beamte sechseinhalb Jahre vor Erreichen des ASVG-Frühpensionsalters per "Golden Handshake" in den Ruhestand versetzt werden. Die Vizekanzlerin sollte also zuerst vor ihrer eigenen Tür kehren!".

Schneider vertritt die Auffassung, dass die ganze Kampagne nur dazu dient, um die FPÖ als "Saubermann-Partei" darzustellen und die Bediensteten der genannten Unternehmen in Mißkredit zu bringen. Dabei will man die Tatsache vernebeln, dass die Bundesregierung eine Politik des Ausverkaufs öffentlichen Eigentums und der Vernichtung tausender Arbeitsplätze betreibt, um auf Kosten der öffentlichen Dienstleistungen Einsparungspolitik zu betreiben: "Sollte es tatsächlich illegale Praktiken gegeben haben, dann kann man das auch ohne diesem durchsichtigen Theater prüfen!"

Ähnlich bewertet Robert Hobek (GLB Post) die Situation: "Der laufende Personalabbau und brutale Managementmethoden haben dazu geführt, dass heute unhaltbare Zustände in den Unternehmungen herrschen. Der psychische Druck und die Angst um den Arbeitsplatz bewirken ernsthafte Erkrankungen der Bediensteten. In manchen Bereichen werden Mitarbeiter regelrecht gemobbt, indem man sie fühlen läßt, dass sie überflüssig sind, während zugleich die Arbeitsbelastung extrem steigt.

Wer in einem normal arbeitenden Unternehmen mit guter Arbeitsorganisation arbeitet, kann sich kaum vorstellen, welche Zustände vielerorts herrschen. Und wenn man dann auch noch von hochprivilegierten PolitikerInnen ins Sozialschmarotzereck gestellt wird, dann ist das gelinde gesagt eine Schweinerei!" Die beiden Linksblock-Vertreter fordern einen sofortigen Zerschlagungs- und Privatisierungsstopp. Sie werfen der Bundesregierung vor, sich aus der Verantwortung zu stehlen und von ihrer "Wildwestpolitik" abzulenken und verlangen die Sicherung so wichtiger öffentlicher Dienstleistungen wie Bahn,Post und Telekommunikation: "Heute sind es die Bediensteten unserer Unternehmungen, die mit ihren Arbeitsplätzen und ihrer Gesundheit für diese volkswirtschaftlich unvertretbare und unverantwortliche Politik des Aufverkaufs bezahlen - morgen wird es die breite Öffentlichkeit sein ! Deshalb verlangen wir von unseren Gewerkschaftsführungen, dass sie endlich aufwachen und ein Machtwort sprechen!", betonen Schneider und Hobek übereinstimmend.

Rückfragen & Kontakt:

GLB-ÖBB
Theo Schneider:
Tel.: 0676 777 07 25GLB-Post
Robert Hobek
Tel.: 0664 465 33 83
mailto: glb@glb.at
http:// www.glb.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLB/NLB/OTS