Bauernbund: Gradwohl-Grasser-Kurs schadet der österreichischen Landwirtschaft

Grillitsch: Reformruf zum gänzlich falschen Zeitpunkt

Wien, 10. Juni 2002 (AIZ). - "SPÖ-Agrarsprecher Heinz Gradwohl und Finanzminister Karl Heinz Grasser haben sich zu einer seltsamen blau-roten Achse gegen die österreichische Landwirtschaft zusammengeschlossen", stellt der Österreichische Bauernbund fest. Gradwohl hatte in einer Presseaussendung "eine grundlegende Neuausrichtung der EU-Agrarpolitik" gefordert. "Der Ruf nach einer Totalreform der Landwirtschaft ist nicht neu. Neu ist aber, dass Gradwohl damit auf Grasser-Linie einschwenkt. Auch wenn die Totalreform immer wieder eingefordert wird, wird sie deswegen in der Sache nicht richtiger", so Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch.

"Die EU-Osterweiterung steht vor der Türe. Auf unsere Bauern kommen neue Herausforderungen zu. Sie brauchen - mehr als je zuvor -stabile und verlässliche Rahmenbedingungen. Im anderen Teil der Welt sieht die US-Farm Bill für die amerikanischen Bauern eine Vervielfachung der Förderungen vor", gibt Grillitsch zu bedenken.

Unter Berücksichtigung dieser Entwicklungen wirke diese unheilige Allianz zwischen rot-blau wie eine massive Drohung gegen die österreichische Landwirtschaft. "Wir sind die Ersten, die an einer sinnvollen und behutsamen Weiterentwicklung der Landwirtschaftspolitik interessiert sind. Alles muss aber zum richtigen Zeitpunkt und im sachlichen und gerechtfertigten Ausmaß passieren. Die Reform angesichts der Osterweiterung auf eine reine Finanzierungsfrage zu reduzieren - wie das nun von SPÖ und FPÖ gemeinsam gefordert wird - ist fahrlässig", betont Grillitsch. (Schluss)

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