• 10.06.2002, 13:25:11
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Digitales Kartensystem für mehr Sicherheit der Waldarbeiter

Kooperation zwischen Österreichischen Bundesforsten und ÖAMTC für rasche Bergung im Wald

Mit einem neuen digitalen Kartensystem sorgen die Österreichischen
Bundesforste (ÖBf) und der ÖAMTC künftig gemeinsam für mehr
Sicherheit in Österreichs Wäldern. Die Bundesforste unterstützen mit
ihrem web-GIS (Geografieinformationssystem) den ÖAMTC
Flugrettungsverein zur rascheren Bergung bei Unfällen.

Modernste Technologie im Dienste der Sicherheit

Das im Auftrag der Bundesforste entwickelte digitale Kartensystem
web-GIS (ein internet-basierendes Geografieinformations-System) gibt
exakten Aufschluss über einen großen Teil der Bundesforste-Flächen
und somit über das Arbeitsgebiet der Waldarbeiter. Ein wichtiger
Bestandteil des ÖBf web-GIS ist das Rettungshubschrauber-Modul, das
eine Verbindung der ÖBf-Daten mit der Rettungshubschrauberstaffel
herstellt. Mit Hilfe genauer Koordinatenangaben können die ÖAMTC
Rettungspiloten im Notfall lebensrettende Zeit gewinnen, um möglichst
effizient Einsatzorte anzufliegen. "Das Hauptproblem bei der Bergung
von Arbeitsunfall-Opfern im Wald ist die Ortung des Verunglückten.
Durch die Suchflüge im unwegsamen Gelände vergeht oft wertvolle Zeit.
Mit dem neuen Geografieinformationssystem der Bundesforste können wir
einem verunglückten ÖBf-Forstarbeiter auf schnellstem Weg
notärztliche Hilfe anbieten", so Gerhard Egger, Geschäftsführer der
ÖAMTC-Flugrettung.

Partnerschaft als "logische Achse"

Die Kooperation zwischen dem größten Grundbesitzer und der größten
Rettungshubschrauber-Staffel Österreichs sieht ÖBf-Vorstand Georg
Erlacher als eine logische Achse für die Sicherheit der
ÖBf-Mitarbeiter. "Wir streben laufend eine bessere Versorgung für
unsere Waldarbeiter an. Diese Lösung gemeinsam mit dem
Rettungsexperten des ÖAMTC wird vielen Menschen helfen. Wir verfügen
über die nötige Technologie und das Datenmaterial, der ÖAMTC über das
Know-how. Da liegt eine Zusammenarbeit auf der Hand."
Die 2001 begonnene Kooperation befindet sich derzeit in der
Pilotphase. Bis Ende 2003 soll - in Zusammenarbeit mit der
Software-Partnerfirma GISquadrat - bereits das gesamte ÖBf-Gebiet,
das 10% der österreichischen Staatsfläche ausmacht, erfasst sein und
vom ÖAMTC angeflogen werden können. Gearbeitet wird auch schon an
einem erweiterten Sicherheitsmodul für "zivile Waldbesucher".
Verunglückte können dann bei Hilferufen über das Handy genau geortet
werden.

Sicherheitsprojekt um 2 Millionen Euro

Das Hubschraubermodul ist nur ein kleiner Teil des neuen
Kartensystems der österreichischen Bundesforste. Das 2 Millionen Euro
teure ÖBf web-GIS erfasst alle wesentlichen Daten der
Bundesforste-Flächen wie etwa Waldbestände samt Alter der Bäume, Seen
sowie der Wild- und Fischbestand.

Die Österreichische Bundesforste AG, seit 1997 aus dem Bundesbudget
ausgegliedert, betreut und bewirtschaftet rund ein Zehntel der
österreichischen Staatsfläche, darunter 525.000 ha Waldfläche, 82
Seen, zwei Nationalparks, zahlreiche Wasserschutz- und
Naturschutzgebiete, Erholungsflächen und Immobilien.
50 % der Gesamtfläche der ÖBf AG stehen unter Naturschutz.
(schluss)

Rückfragehinweis: Mag. Bernhard Schragl, Pressesprecher

Österreichische Bundesforste AG
Tel.: (++43-2231) 600-215
Fax: (++43-2331) 600-219
mailto:[email protected]
http://www.oebf.at

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