Gewerbeordnung: falsche Signale

FWV kritisiert Rückschritte bei Liberalisierung

Wien (OTS) - Der Sektionsobmann der Sparte Handel im Freien Wirtschaftsverband Wien (SP), Komm.-Rat Gerhard Kietreiber, drückt seine Verwunderung über jüngste Ankündigungen der freiheitlichen Wirtschaftsvertreter vom RFW aus: dass der Obmannstellvertreter des parlamentarischen Wirtschaftsausschusses NAbg. Max Hofmann am kommenden Donnerstag einen Abänderungsantrag zur Gewerbeordnung einzubringen beabsichtigt, dass Bier im Handel nur in handelsüblich geschlossenen Gefäßen verabreicht werden darf, sei "erstaunlich", so Kietreiber.

"Zuerst wird lauthals eine Deregulierung angekündigt, dann heißt es "volle Kraft zurück!" Die unseligen Verordnungen, wonach zum Beispiel Würstelstände Bier in Flaschen, jedoch nur ohne beigestelltes Glas verkaufen dürften, seien Relikte, die man in der Novelle zur Gewerbeordnung endlich über Bord werfen wollte. Nun schränke man die gerade erst erreichte Liberalisierung dort wieder ein, wo sie vernünftig und nachvollziehbar sei. Es könne niemand annehmen, dass der Gastronomie durch eine Bewirtung in Handelsbetrieben, ob in Form von offenem Bier oder in Flaschen, ernsthafte Konkurrenz erwachse. "Die üblichen Bremser geben hier wieder ein falsches Signal. Einerseits wird der Handel mit der Tatsache konfrontiert, dass in der Gastronomie Handelsprodukte verkauft werden dürfen, andererseits versucht man, absurde Einschränkungen Platz greifen zu lassen. Es wäre an der Zeit, eine einheitliche Richtung zu finden, in die sich die Gewerbeordnung bewegt.", so der Handelsobmann des FWV.

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