• 10.06.2002, 12:07:11
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Presseinformation zur Präsentation des CAT - Contemporary Art Tower in Wien Peter Noever / Sepp Müller / Michael Embacher

HEAVEN’S GIFT

Wien (OTS) - Eine neue programmatische Strategie zur Präsentation
zeitgenössischer Kunst

Pressepreview Dienstag, 25. Juni 2002, 18.30 Uhr
Eröffnung Dienstag, 25. Juni 2002, 19.30 Uhr
Ausstellungsort Gefechtsturm Arenbergpark, Obergeschoß
Dannebergplatz/Barmherzigengasse, Wien 3
Ausstellungsdauer 26. Juni - 10. November 2002
Öffnungszeiten Do - So 15.00 - 19.00 Uhr

Das Projekt CAT (Contemporary Art Tower) wird nun - nach New York,
Los Angeles, Moskau und Berlin - erstmals an seinem Bestimmungsort im
Gefechtsturm Arenbergpark im Rahmen der Ausstellung "heaven´s gift"
in Wien präsentiert. Peter Noever, Sepp Müller und Michael Embacher
haben mit dem CAT-Projekt eine sowohl inhaltliche wie
architektonische Strategie entwickelt, die den komplexen
Anforderungen zeitgenössischer künstlerischer Produktion entspricht.
Anhand eines Architekturmodells (1:50, Beton, Acryl,
Lichtinstallation), Entwurfskizzen und Ausführungsplänen sowie eines
thematischen Rahmenprogramms wird das CAT-Projekt erstmals in Wien
anschaulich vorgestellt.

Der Gefechtsturm Arenbergpark erwies sich wie die anderen
Flaktürme in Wien, Hamburg und Berlin aufgrund der bis zu 5m dicken
Außenmauern als unzerstörbar. So beherrscht der gewaltige,
monolithische Baukörper das Stadtbild um den Arenbergpark im dritten
Wiener Gemeindebezirk - ein Relikt der nationalsozialistischen
Herrschaft und ihres totalen Krieges.

Die CAT-Designer Noever / Müller / Embacher haben sich mit der
Öffnung und Eingliederung des bisher brachliegenden Orts in das
urbane und gesellschaftliche Leben Wiens zum Ziel gesetzt, der
Fremdartigkeit des Gebäudes durch den Brückenschlag zur
zeitgenössischen Architektur und Kunst einen neuen Stellenwert zu
verleihen. Die bestehende massive Bausubstanz wird kaum verändert,
sondern durch die feingliedrige Konstruktion eines Medien- und
Versorgungsturms an der Südseite konterkariert. Wesentliches
Augenmerk liegt bei dem CAT-Projekt auf der Öffnung des massiven
Baukörpers durch die Nutzung neuer Medien.

Eines der neun Geschoße des unweit vom MAK gelegenen Gefechtsturm
Arenbergpark wurde bereits provisorisch adaptiert und wird vom MAK
als Depot zur Präsentation wichtiger Teile seiner Sammlung für
Gegenwartskunst genutzt.

Das Projekt CAT, entstanden vor dem Hintergrund dieser bereits
funktionierenden Einrichtung, ermöglicht zeitgenössischen Künstlern
vor Ort Werke zu produzieren, die sich auf den spezifischen Kontext
des Gefechtsturmes beziehen. Das Hauptanliegen von CAT besteht nicht
im Ankauf von bestehenden Kunstwerken, sondern in der Verwirklichung
künstlerischer Positionen vor Ort. Für diesen Arbeitsprozess stehen
den Künstlern ein Living Space, eine Kitchen als informal meeting
place zur Verfügung. Sowohl die Produktion als auch die Präsentation
der Kunstwerke wird öffentlich zugänglich und somit wird CAT zu einem
Ort des unmittelbaren Dialogs zwischen dort tätigen Künstlern und
Besuchern. Durch diese Art des Austauschs entwickelt sich ein
Laboratorium, in welchem Positionen zeitgenössischer Kunst neu
ausgelotet werden. So entsteht im Laufe von zehn bis fünfzehn Jahren
eine Sammlung, die einzigartig für Wien sein wird.

Geplant sind Ausstellungsräume, Veranstaltungsflächen und ein
Auditorium. Jenny Holzer und James Turrell haben speziell für den
Gefechtsturm künstlerische Interventionen entwickelt, die zu einem
bleibenden Teil der architektonischen Struktur werden.

KÜNSTLERISCHE INTERVENTIONEN

Die New Yorker Künstlerin Jenny Holzer, die mit ihren Electronic
Signs im internationalen Kunstgeschehen einen zentralen Platz
einnimmt, hat für das CAT-Projekt ein spezielles Konzept entwickelt,
das zugleich eine Weiterentwicklung ihrer medialen Kunst darstellt.
Sie positioniert an der Spitze des Medien- und Versorgungsturms einen
"Suchscheinwerfer", der das Publikum durch Laserlicht auf aktuelle
Aktivitäten und Veranstaltungen im CAT aufmerksam macht. Außerdem
sollen vom oberen Teil der Konstruktion Texte und Bilder auf die
unmittelbare Umgebung des Gebäudes projiziert werden. Diese
Licht-Texte transportieren spezifische Informationen nach außen, die
auf das aktuelle Geschehen im Turm hinweisen. In ihre Intervention
für CAT hat die Künstlerin Anregungen aus Vladimir Tatlins "Denkmal
der III. Internationale" (1919/1920) einfließen lassen. Jenny Holzer
sieht den Gefechtsturm als Sender für Kunst, Informationen und
Nachrichten, als urbanes Zentrum für die "Vermittlung von Tatsachen
und Ideen".

James Turrell, Flagstaff, Arizona, baut auf einer der vier
Plattformen des Flakturms einen als Bar funktionierenden Skyspace mit
rundem Grundriss.Durch eine etwa vier Meter breite Öffnung in der
Decke soll die Bar den Besuchern einen uneingeschränkten Blick auf
den Himmel ermöglichen. Wie im Fall des Skyspace, den der Künstler
für seine 1998 im MAK gezeigte Ausstellung "the other horizon"
geschaffen hat, werden die Besucher den Raum zwischen Himmel und Erde
als materialisiertes Farbfeld wahrnehmen und die sonst nicht fassbare
Entfernung als überwunden empfinden können. Für die bestehenden
Öffnungen in den Außenmauern des Gefechtsturms hat James Turrell eine
aus blauem Licht bestehende Installation geplant - ein Vorhaben, das
auf die Lichtverhältnisse des urbanen Raumes reagiert.

Von 29. Mai bis 7. November 2002 ist CAT OPEN, ein umfangreiches
Rahmenprogramm für den Gefechtsturm Arenbergpark, in Vorbereitung.
CAT OPEN umfasst Gesprächsrunden, Vorträge und andere Veranstaltungen
mit zeitgenössischen Künstlern. Am Montag, den 24. Juni 2002 spricht
James Turrell um 20.00 Uhr über seine Arbeit für das CAT-Projekt im
MAK-Vortrags-saal.

Anlässlich der Präsentation von "heaven's gift" zeigt Jenny Holzer
eine Projektion aus der Serie "Xenon Projections". Für die Dauer von
vier Tagen, 25. bis 28.Juni 2002, werden auf die Rückseite des
Flakturms Arenbergpark (Neulinggasse) jeweils von 21.00 bis 1.00 Uhr
Texte aus den "Truisms" projiziert. Es handelt sich hier um
sogenannte "Binsenweisheiten", die sich durch ihr konzentriertes
Auftreten wiederum selbst in Frage stellen.

Die Ausstellung wird am Dienstag, den 25. Juni 2002 um 19.30 Uhr
durch Elisabeth Gehrer, Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft
und Kultur und Michael Häupl, Bürgermeister der Stadt Wien eröffnet.
Im Rahmen der Eröffnungsfeier spricht Cornelius Grupp, Mitglied des
CAT International Advisory Board einleitende Worte zum CAT Projekt,
James Turrell stellt seine künstlerischen Interventionen vor, Peter
Noever präsentiert die inhaltliche und architektonische Strategie von
CAT und Anwar S. Schamuzafarov, Minister für Bauwesen der Russischen
Föderation ist als Ehrengast präsent.

Pressedaten zur Präsentation des CAT - Contemporary Art Tower in Wien
Peter Noever / Sepp Müller / Michael Embacher - HEAVEN’S GIFT

Eine neue programmatische Strategie zur Präsentation
zeitgenössischer Kunst

Pressepreview Dienstag, 25. Juni 2002, 18.30 Uhr
Eröffnung Dienstag, 25. Juni 2002, 19.30 Uhr durch Elisabeth Gehrer,
Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur und Michael
Häupl, Bürgermeister der Stadt Wien

Statements Peter Noever, MAK Wien/CAT Designer;Cornelius Grupp,
Industrieller, CAT International Advisory Board; James Turrell,
Flagstaff, Arizona; Anwar S. Schamuzafarow, Minister für Bauwesen der
Russischen Föderation

Ausstellungsort Gefechtsturm Arenbergpark, Obergeschoß
Dannebergplatz/Barmherzigengasse, Wien 3

Ausstellungsdauer 26. Juni - 10. November 2002

Ausstellung Peter Noever
MAK-Kuratorin Bettina M. Busse
CAT International Advisory Board Catherine David, Boris Groys,
Cornelius Grupp, Andreas Treichl, Paul Virilio
Techn. Koordination Philipp Krummel, Harald Trapp
Modell Janet Cross, Cross Architecture, New York
Video Zone, Wien
Vortrag Montag, 24. Juni 2002, 20.00 Uhr: James Turrell: "Plato’s
cave and the light within" MAK-Vortragssaal, Weiskirchnerstr. 3, Wien
1, Eintritt: Euro 8 / ermäßigt Euro 4, Ticketreservierung: Tel.:
(+43-1) 711 36-297, mailto:[email protected]

Lichtprojektion "Special Xenon Projection for CAT" Jenny Holzer;
25. - 28. Juni 2002

Rahmenprogramm CAT Open: 29. Mai - 7. Nov. 2002: IN VORBEREITUNG
Katalog "heaven´s gift. Eine neue programmatische Strategie zur
Präsentation zeitgenössischer Kunst." Hrsg. v. Peter Noever, MAK,
engl. und dts. Ausgabe, Hatje Cantz, Ostfildern-Ruit 2000/2001

Führung Jeden Samstag 17.00 Uhr
Öffnungszeiten Do - So 15.00 - 19.00 Uhr
Eintritt Euro 3,30 oder Vorweis einer am Tag des Besuchs im MAK
gelösten Eintrittskarte

Rückfragehinweis:

MAK Pressebüro
Martina Wachter
Malou Thilges
Tel.(+43)-1-711 36-233
Fax.(+43)-1-711 36 227
mailto:[email protected]
http://www.MAK.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAK/MAK/OTS

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