- 10.06.2002, 11:51:42
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ARBÖ: Durch Mehrphasenfahrausbildung 20 Prozent Unfallreduktion realistisch
Schluss mit unterschiedlicher Behandlung der Versicherungskunden nach Alter
Wien (ARBÖ) - Schwere Verkehrsunfälle auf Österreichs Straßen
zeigen immer wieder, dass junge Menschen zwischen 15 bis 24 Jahren
besonders gefährdet sind, erklärt der ARBÖ.
Durch das neue Führerscheinmodell mit einer Mehrphasenausbildung
ab 2003 wird nach Meinung des ARBÖ die Verkehrssicherheit wesentlich
gehoben. ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar: "Es geht um eine
bessere Ausbildung der Jugend und damit deren Sicherheit als
Führerscheinneulinge. 18.000 verletzte Jugendliche im Alter bis 24
Jahre jährlich sind zu vermeiden."
Nach Erwerb des Führerscheins soll daher in Form einer
Mehrphasenfahrausbildung das Erlernte und in den ersten Monaten nach
dem Führerscheinerwerb praktizierte Können kontrolliert und gestärkt
werden. Neben der Wissensübermittlung muss primär auch das Erkennen,
Vermeiden und Bewältigen gefährlicher Verkehrssituationen gelernt
werden, so die ARBÖ-Verkehrsexperten. Laut Umfragen entspricht
Weiterbildung beziehungsweise mehr Praxis auch dem Wunsch der jungen
Fahranfänger.
Jugendliche Fahranfänger werden anders behandelt
Der Führerschein mit Mehrphasenausbildung wird in Verbindung mit
der Kfz-Haftpflicht sogar billiger werden, betont der ARBÖ. Heute
erhält ein jugendlicher Kraftfahrer nur dann eine
Kfz-Haftpflichtversicherung, wenn er eine höhere Prämie bezahlt oder
hohe Selbstbehalte im Schadenfall in Kauf nimmt. Auf Rabatte beim
Abschluss muss er ohnehin verzichten.
Bei den gar nicht so "alten" 25jährigen aufwärts wird weder ein
Selbstbehalt noch eine höhere Prämie verrechnet. Wer klug verhandelt
erhält zum Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung beispielsweise
einen Rabatt von bis zu 20 Prozent, Malusfreiheit beim ersten Schaden
und vieles andere, berichtet der ARBÖ.
Wenn nun die Mehrphasenfahrausbildung eine bessere praktische
Ausbildung garantiert, müssen nach Ansicht des ARBÖ jugendliche
Fahranfänger auch von den Versicherungsanstalten in gleicher Weise
behandelt werden.
Runter mit Versicherungsprämien für Jugendliche
Der ARBÖ verlangt daher: Runter mit den Versicherungsprämien für
die Jugendlichen und Schluss mit der unterschiedlichen Behandlung der
Versicherungskunden nach dem Alter. Dies wäre ein konstruktiver
Beitrag all jener Autoversicherer, die ausgebildete und gesunde
Kunden auf Dauer haben wollen.
"Die Mehrphasenfahrausbildung wird daher auch Gerechtigkeit für
die Jugend bei den Kfz-Prämien bewirken", erklärt
ARBÖ-Generalsekretär Dr. Rudolf Hellar.
Durch die Verbesserung der Fahrausbildung von Fahranfängern
erwartet der ARBÖ, dass die Anzahl der Unfälle, Toten und Verletzten
auf Österreichs Straßen deutlich reduziert wird. Bei einem
20prozentigen Unfallrückgang beträgt laut Berechnungen der
Verkehrsexperten die volkswirtschaftliche Kostenersparnis rund 27
Millionen Euro.
Das sind unübersehbar gute Argumente für die Verbesserung der
Verkehrssicherheit, dass noch vor der Sommerpause im Parlament die
Einführung der Mehrphasenfahrausbildung mit Jänner 2003 beschlossen
wird, betont der ARBÖ abschließend.
Rückfragehinweis: ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 891 21-244
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Internet: http://www.arboe.at
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