AK kritisiert Tierarzneimittel-Verordnung

Wien (AK) - Kritik an der Tierarzneimittel-Verordnung des Gesundheitsministeriums übt die AK. Nach dieser Verordnung dürfen Landwirte 289 Injektions-Mittel, 22 Impfstoffe und praktisch alle Fütterungsarzneien - bis zu einer Monatsration - legal lagern und ihren Tieren verabreichen. Darunter befinden sich auch gefährliche, wachstumsfördernde Antibiotika. Landwirten und Tierärzten, die sich an die Gesetze halten, bringt diese Verordnung nur wenige Vorteile -schwarzen Schafen könnte sie aber die Möglichkeit zum Medikamenten-Missbrauch eröffnen, warnt die AK. Die Konsumenten haben aber ein Recht auf sichere Lebensmittel. Daher fordert die AK: Die Medikamenten-Liste muss noch einmal durchforstet werden - es dürfen nur unbedenkliche Medikamente draufstehen. Darüber hinaus muss die Anwendung der Medikamente rigoros kontrolliert werden, verlangt die AK. ****

Egal, ob die Medikamente verfüttert oder gespritzt werden - nach der Tierarzneimittel-Verordnung dürfen Landwirte einen Vorrat an insgesamt 289 Injektions-Mitteln, 22 Impfstoffen praktisch allen oral anwendbaren Arzneien und Fütterungsarzneimitteln auf dem Bauernhof lagern und verabreichen. Viele dieser Arzneien sind nicht nur gefährlich, wenn sie Verbraucher über Fleisch- oder Milchprodukte aufnehmen, sondern können auch über Tierausscheidungen in die Umwelt und ins Grundwasser gelangen. Im Sinne der Lebensmittelsicherheit muss aber mit Tiermedikamenten besonders sorgsam umgegangen werden, fordert die AK. Schwarzen Schafen muss von Anfang an ein Riegel vorgeschoben werden. Daher muss das Gesundheitsministerium die Arzneienliste noch einmal überarbeiten - es dürfen nur unbedenkliche Medikamente und die auch nur für eine kurze Anwendungszeit freigegeben werden. Die Anwendung der Medikamente muss durch zusätzliche und unabhängige Kontrollore streng überprüft werden, fordert die AK.

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