Cystische Fibrose: Lebenserwartung und -qualität steigen

10. Österr. CF-Tagung am 8. und 9. Juni 2002 im Brunauer-Zentrum in Salzburg

Wien (OTS) - Die fortschreitende Zerstörung der Lunge durch chronische bakterielle Infekte ist einer der Hauptfaktoren für die nach wie vor verkürzte Lebenserwartung von CF-Betroffenen. Um den Einfluss der verbesserten Behandlungsmethoden auf die Lungenfunktion im Vergleich der Jahrzehnte 1980 und 1990 zu untersuchen, erstellte das Zentrum für Cystische Fibrose der Universitätsklinik Wien eine retrospektive Studie an 72 Kindern.

Das Ergebnis: Kinder, die ab 1990 mit Cystischer Fibrose geboren wurden, haben im 6. Lebensjahr eine normale Lungenfunktion, während Kinder, die ein Jahrzehnt früher geboren wurden, zum Schuleintritt eine deutlich schlechtere Lungenfunktion aufwiesen. Verbesserte medikamentöse Therapien, die Einrichtung von CF-Spezialambulanzen, und durch Früherkennung optimierte Therapie verbessern Lebensqualität und dauer der Betroffenen erheblich.

Auch die Gentherapie lässt hoffen: "Die Cystische Fibrose ist genetisch heute sehr klar definiert", berichtet Univ. Prof. Dr. Manfred Götz vom Wilhelminenspital, Präsident der CF Ärztegesellschaft und Festredner bei der 10. Österreichischen Cystische Fibrose Tagung, die vom 8. bis 9. Juni 2002 in Salzburg stattfindet. Die Gentherapie ist unverändert eine realistische Hoffnung der Zukunft, der Fortschritt der letzten Jahre hat sich allerdings etwas verlangsamt, weil immunologische Reaktionen des Körpers erkannt wurden.

Pharmakologische Maßnahmen, wie Korrektur des Zelldefektes
der CF haben sich mehr in den Vordergrund geschoben und versprechen absehbaren Erfolg. Viel versprechend sind auch neue Strategien zur Verhütung einer chronischbakteriellen Infektion der Lunge. Nach jahrelanger Forschungsarbeit ist nun ein möglicherweise wirksamer Impfstoff in Sicht.

"Wichtig ist, ein Bewusstsein für die Existenz dieser Krankheit in der Öffentlichkeit zu schaffen, um durch Präventivmaßnahmen das Auftreten der Cystischen Fibrose zu minimieren und die Lebensbedingungen für die CF-Erkrankten zu verbessern", erklärt Anneliese Lang, Vorsitzende der CF-Hilfe Österreich.

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