Symposium "Kampf gegen den internationalen Terrorismus"

Ferrero-Waldner hält morgen Rede zu Terrorismusbekämpfung

(Wien - OTS) Am 3. und 4. Juni veranstaltet das in der Wiener UNO-City angesiedelte Büro der Vereinten Nationen für Drogenbekämpfung und Verbrechensverhütung (ODCCP), gemeinsam mit dem Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten ein Symposium "Kampf gegen den internationalen Terrorismus: die Rolle der Vereinten Nationen".

Zwanzig Experten, darunter der britische UNO Botschafter Sir Jeremy Greenstock (Vorsitzender des Terrorismusbekämpfungskomitees des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen), Unter-Generalsekretär Hans Corell (Rechtsberater der Vereinten Nationen), Shashi Tharoor (Leiter des VN-Informationsdienstes) und der Terrorismusexperte Giandomenico Picco, werden zwei Tage lang über die Beiträge der verschiedenen Einheiten und Organisationen im System der Vereinten Nationen im Rahmen einer koordinierten Terrorismusbekämpfungsstrategie beraten.

Am Montag, 3. Juni, wird Außenministerin Benita Ferrero-Wadner eine programmatische Rede zur Terrorismusbekämpfung halten.

In dem Symposium sollen Vorschläge erarbeitet werden, die dann im Rahmen der Arbeitsteilung innerhalb des Systems der Vereinten Nationen auch wirklich umgesetzt werden können. Unter dem Gesichtspunkt der Komplementarität und mit dem Ziel, mögliche Synergien zu verwirklichen, werden folgende Themen im Zentrum der Diskussion stehen: die Relevanz der Expertise innerhalb der in Wien angesiedelten VN-Einheiten, vor allem des Verbrechensverhütungszentrums (CICP) und seines Referats zur Terrorismusbekämpfung (TPB); die Frage, wie den Mitgliedstaaten bei der Umsetzung der bereits abgeschlossenen Anti-Terrorismuskonventionen technische Hilfe bereitgestellt werden kann; und wie, vor allem im Licht der von Sicherheitsratsresolution 1373 bestätigten engen Verbindung zwischen internationalem Terrorismus und Drogenhandel, organisiertem Verbrechen und Geldwäsche, im Rahmen der Tätigkeiten des Wiener Büros für Drogenbekämpfung und Verbrechensverhütung wirkliche Synergien erzeugt werden können. Hier stellt sich besonders die praktische Frage, wie Maßnahmen, die in der Vergangenheit erfolgreich im Kampf gegen Drogen und organisiertes Verbrechen angewandt wurden, auch für die Terrorismusbekämpfung relevant sein könnten.

Zum Symposium werden, zusätzlich zu den eingeladenen zwanzig Experten, Teilnehmer aus zahlreichen Mitgliedsstaaten erwartet. Schon im Rahmen der Vorbereitung des Wiener Terrorismus Symposiums unter Führung der Wiener Einheiten der Vereinten Nationen und der österreichischen Ständigen Vertretung, hat das Thema Terrorismusbekämpfung mit seiner vielschichtigen und langfristigen Dimension, sehr großes Interesse erzeugt.

In fünf Podiumsdiskussionen werden je vier Experten über ein für den weltweiten Kampf gegen den Terrorismus im Rahmen der Vereinten Nationen maßgebliches Thema referieren. Zu jedem der folgenden Themen wird es eine Diskussion mit den Vertretern der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen geben:
· Internationale Anti-Terrorismuskonventionen und -Protokolle, einschließlich des Entwurfes für eine umfassende Terrorismuskonvention;
· Umsetzung der relevanten Resolutionen der Vereinten Nationen, bes. der Sicherheitsratsresolution 1373 und die Arbeit des Terrorismusbekämpfungskomitees des VN-Sicherheitsrates;
· Die Rolle der internationalen Zusammenarbeit und technischen Hilfe bei der Umsetzung der Konventionen und Protokolle zur Terrorismusbekämpfung;
· Regionale Rechtsinstrumente und Erfahrungen und ihre Bedeutung für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus;
· Die Relevanz des Büros für Drogenbekämpfung und Verbrechensverhütung der Vereinten Nationen im Lichte der engen Verknüpfungen zwischen internationalem Terrorismus und organisiertem Verbrechen, Drogenhandel und Geldwäsche.

Der Vorsitzende des Terrorismus Symposiums, der österreichische Ständige Vertreter bei den Vereinten Nationen (Wien), Botschafter Thomas Stelzer, wird die Ergebnisse in einer Schlussrunde zusammenfassen. Diese Ergebnisse des Wiener Terrorismus Symposiums werden Generalsekretär Kofi Annan für seinen Bericht über die Rolle der Vereinten Nationen in der Terrorismusbekämpfung zur Verfügung gestellt (Schluß).

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