LH Haider: Künstlich erzeugte Frühpensionswelle ist inakzeptabel - Regierung muss für Gleichbehandlung im Pensionsrecht sorgen

Dringender Handlungsbedarf: Ärzte und Manager sollen wegen bewußter Herbeiführung von Frühpensionen zur Verantwortung gezogen werden - Endlich für Gleichbehandlung mit Privatwirtschaft sorgen

Klagenfurt (LPD) - Massive Kritik an der nun bekannt gewordenen Welle von äußerst fragwürdigen Frühpensionen im Bereich der Post, Telekom und ÖBB übt Landeshauptmann Jörg Haider. Es sei nicht akzeptabel, dass Manager dieser halböffentlichen und privatisierten Bereiche den Weg gehen, Mitarbeiter dadurch abzubauen, indem sie diese in Frühpension zu schicken und sich dabei auch noch von gezinkten Gutachten von Ärzten unterstützen lassen, sagte Haider. Es könne nicht sein, dass der Staat spare, die Menschen länger arbeiten müßten und diese Effekte durch solche völlig ungerechtfertigten Frühpensionierungen wieder aufgebraucht würden.

Die Bundesregierung habe Handlungsbedarf, unterstrich Haider. Sie müsse diesen Mißbrauch und die konzertierten Aktionen von angeblich krankheitsbedingten Frühpensionen rasch abstellen und endlich für Gleichbehandlung mit Arbeitnehmern aus der Privatwirtschaft sorgen.

Der Landeshauptmann fordert eine Untersuchung gegenüber den betreffenden Managern und mitspielenden "Vertrauensärzten", diese müßten zur Verantwortung gezogen werden. Manager, die nichts Besseres zuwege bringen als Arbeitnehmer auf diese Weise abbauen, seien völlig fehl am Platz. Es gehe nicht an, durch falsche Gutachten Gelder aus dem öffentlichen Bereich abzusaugen, wofür dann die Republik bzw. die Steuerzahler aufkommen müssen. "Dies ist eine betrügerische Verhaltensweise zu Lasten der Allgemeinheit", die Bundesregierung sollte den Staatsanwalt einschalten, so der Landeshauptmann.

Die Regierung müsse, so Haider weiter, rasch für eine Gleichbehandlung im Pensionsrecht sorgen, es dürfe nicht zwei Klassen geben, wonach die eine arbeitet, damit die andere sehr viel früher und gar nicht krank, sondern in Wirklichkeit gesund und ziemlich fit in Frühpension gehen könne. (Schluss)

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