Goldener Rathausmann für Howard Joel

Wien, (OTS) Kulturstadtrat Dr. Andreas Mailath-Pokorny überreichte am Freitag im Roten Salon des Wiener Rathauses in einer Feier im kleinen Kreis Howard Joel einen Goldenen Rathausmann.

Howard Joel, der Vater von Billy und Alexander Joel, lebt heute - nach einer wechselvollen Geschichte, der Vertreibung aus Deutschland durch die Nationalsozialisten und Jahren der Emigration -seit langem in Wien. Sein Schicksal und das seiner Familie sind Thema des Films "Die Akte Joel", der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde und nun in Wien im Rahmen der Romy Gala abermals prämiiert wird. Kulturstadtrat Mailath-Pokorny betonte, er überbringe Howard Joel den Dank der Stadt Wien, im besonderen auch des Bürgermeisters und der Wiener Landesregierung.. Dass Howard Joel heute in Wien lebe, wissend um die dunklen Seiten der Geschichte der Stadt, sei eine Auszeichnung für Wien.****

Howard Joel ist in Deutschland geboren , wo seine Familie einen - später arisierten - Versandhandel betrieb und musste mit seinen Eltern bei der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigrieren. Nach Lebensstationen in Cuba und den USA führte ihn sein Weg zurück nach Europa und schließlich nach Wien, wo er heute lebt. Joel hat unter anderem in Cuba gemeinsam mit Fidel Castro Elektrotechnik studiert, war in den USA als Dirigent gemeinsam mit Julius Rudell engagiert und in Wien für General Electrics im Osthandel tätig. Seine beiden Söhne, Weltstar Billy Joel und der auch an der Wiener Volksoper tätige Dirigent Alexander Joel haben ihre künstlerische und berufliche Heimat in der Musik gefunden. Die wechselvolle und von den tragischen Ereignissen des 20. Jahrhunderts begleitete Lebensgeschichte Howard Joels und seiner Familie ist Thema des Films "Die Akte Joel", den Beate Thalheim geschrieben und inszeniert hat und DoRo produziert haben. Der Film wurde bereits mit der Goldenen Rose von Montreux und beim New York Film Festival ausgezeichnet. Als Lehrstück für Toleranz und Begegnung der nachfolgenden Generationen appelliert er gegen den Antisemitismus und generell für das Miteinander der Menschen. Kulturstadtrat Mailath-Pokorny betonte, es sei ein mutiger Schritt der Familie Joel gewesen, ihre doch sehr schmerzliche Geschichte öffentlich zu machen. Wien sei dankbar, weil dieser Mut zum Dialog und der Auseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel der Geschichte beiträgt. (Schluss) gab

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