• 31.05.2002, 10:57:28
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ARBÖ: Anti-Stau-Therapie für die entspannte Rückreise

Wien (ARBÖ) - Damit die Rückreise aus dem verlängerten Wochenende
nicht gleich im Verkehrsstillstand endet, hat der ARBÖ eine
Anti-Stau-Therapie vorgeschlagen. Entscheidend dabei sei, dass
Autofahrer belastete Strecken von vornherein meiden. Ein wirksames
Mittel um der drohenden Blechlawine zu entgehen bestehe auch darin,
die Reise früher oder später anzutreten, als dies die Masse der
Autofahrer tut. Die Kernpunkte der Anti-Stau-Therapie
zusammengefasst:

Gut geplant ist halb gewonnen

* Vor dem Start in die Ferien: Verkehrsprognosen auswerten - siehe
ORF-Teletext Seite 431 und 432, sowie im Internet www.arboe.at oder
ein Anruf beim ARBÖ-Informationsdienst Tel. 01/891 21 7 -
Ausweichrouten planen, Reisezeitpunkt antizyklisch steuern und falls
vorhanden, Navigationssystem aktivieren.
* Die Beschleunigungsspur an Autobahnauffahrten voll ausnutzen. Wer
am Anfang "hineindrängelt" bringt den fließenden Verkehr zum stocken
und gefährdet sich und andere.
* Grundsätzlich die rechte Autobahnspur befahren. Der äußere, linke
Fahrstreifen ist nur zum Überholen bestimmt. Wer links fährt, obwohl
rechts alles frei ist, halbiert die Kapazität der Autobahn und trägt
so zur Staubildung bei.
* Chronische Linksfahrer provozieren andere dazu, verkehrswidrig
rechts zu überholen. Nur bei zähfließendem Kolonnenverkehr auf allen
Spuren, dürfen linksfahrende Fahrzeuge mit geringfügig höherer
Geschwindigkeit und mit äußerster Vorsicht rechts überholt werden.
* Besonders bei dichtem Verkehr kommt es darauf an, "ausgleichend"
und vorausschauend zu fahren. Schnelles Vorfahren, abruptes Bremsen -
das ist Gift für einen gleichmäßigen Verkehrsfluss.
* Reißverschlusssystem vorschriftsmäßig anwenden. Das heißt, durch
vernünftiges Abstandhalten Lücken ermöglichen. Bei
Fahrbahnverengungen - etwa im Baustellenbereich - die Spur bis zur
Verengung befahren und erst dann einfädeln; sonst bahnt sich die
Aggression ihren Weg und der endet häufig im Unfall. Beim Einfädeln
gilt das Prinzip Partnerschaft. So wird vermieden, dass der
Reißverschluss klemmt.
* Vor Verlassen der Autobahn rechtzeitig auf die rechte Spur zur
Abfahrt wechseln. Ein plötzlicher Fahrbahnwechsel provoziert nicht
nur Panikbremsungen und Hupkonzerte, sondern lässt auch die
Unfallgefahr hoch schnellen. Wer die Autobahn verlässt, sollte sich
selbst bei Kolonnenverkehr geduldig in die rechte Spur einreihen und
keinesfalls riskante Überholmanöver starten.
* Bei Stop-and-go-Verkehr keine großen Lücken zwischen den Fahrzeugen
lassen. Wer sich anders verhält, gibt nur dem gefährlichen Fahr- und
Stau-Intervall zusätzlich Futter. Damit wächst das Risiko, in einen
Auffahrunfall verwickelt zu werden.

Richtiges Verhalten im Stau

Wer doch im häufig unvermeidbaren Stau landet, sollt laut ARBÖ
folgende Regeln beachten:

* Auf das Stauende nur mit vermindertem Tempo und ausreichendem
Sicherheitsabstand heranfahren. In dieser Phase ist es zur Vermeidung
von Auffahrunfällen sinnvoll, die Warnblinkanlage einzuschalten.
* Für Rettungs- und Polizeifahrzeuge ist eine Gasse freizuhalten. Bei
dreispuriger Autobahn liegt dieser Korridor zwischen der mittleren
und der linken Fahrspur.
* Trotz Staustress heißt es jetzt, ruhig und entspannt zu bleiben.
Selbstvorwürfe oder Wutausbrüche strapazieren die Nerven zusätzlich.
Gegenmittel: Musik hören oder selbst ein Lied auf den Stau pfeifen.
* Falls es im Stau überhaupt nicht mehr vorwärts geht, Motor
abstellen.
* Den Wagen nur im Notfall verlassen, auch wenn nichts mehr geht -
die Autobahn ist kein Wanderweg!
* Zwecks Luftzufuhr Seitenfenster und Schiebedach öffnen. Autotüren
sollten, wenn überhaupt, nur mit größter Vorsicht geöffnet werden.
Hier besteht Crashgefahr wegen Motorradfahrern, die sich allzu gerne
zwischen den Autoschlangen hindurchmogeln.
* Verkehrsfunk hören und auf der Straßenkarte nach eventuellen
Ausweichrouten suchen.
* Auch Kinder im Auto leiden unter Staustress. Such- und Rätselspiele
sind geeignete Gegenmittel. Sie bringen Spaß und dämpfen Missmut und
Gereiztheit.
* Achtung! Hat sich der Stau endlich aufgelöst, jeden Versuch
unterlassen, die verlorene Zeit durch Raserei einzuholen.
* Nach Stauende genügt es, zügig zu beschleunigen. Mit trägen
Fahrzeugen, wie etwa Wohnwagengespannen, sollte nach dem Stau nicht
unmittelbar auf die Überholspur gewechselt werden. Andernfalls löst
sich der Stau weniger schnell auf.

Klar, diese Anti-Stau-Therapie kann sich nur gegen Symptome der
Verkehrsbeeinträchtigung richten. Gegen die Stauursachen ist bislang
kein Kraut gewachsen, so der ARBÖ.

Übrigens: Der ARBÖ-Pannendienst ist rund um die Uhr unter dem
Pannen-Notruf 1-2-3 erreichbar.

Rückfragehinweis: ARBÖ Presse und Öffentlichkeitsarbeit

Tel.: 01/891 21-244
e-mail: presse@arboe.at
Internet: http://www.arboe.at

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