• 22.05.2002, 10:30:01
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Größte Luftzerlegungsanlage Österreichs bereits in Betrieb

Wien (OTS) - Am voestalpine-Gelände in Linz hat Linde Gas das
bisher größte Investitionsvorhaben des Unternehmens realisiert. Für
insgesamt EUR 65 Mio wurde ein Luftzerleger errichtet, der sieben
verschiedene flüssige und gasförmige Produkte herstellt. Pro Stunde
können rund 50.000 Nm3 Sauerstoff erzeugt werden, die Anlage ist
damit der größte Luftzerleger Österreichs. Das Produktionszentrum hat
den Betrieb bereits teilweise aufgenommen, die offizielle Übergabe
erfolgt in den nächsten Wochen.

Strategische Bedeutung für Flüssiggas-Versorgung

Für voestalpine werden in der Anlage Sauerstoff, Stickstoff und
Argon (jeweils gasförmig) hergestellt. Die Anlage sichert damit für
einen vertraglich vereinbarten Zeitraum von 15 Jahren die Versorgung
mit technischen Gasen, die für die Stahlerzeugung und -veredelung
benötigt werden.

Die flüssigen Gase der Anlage gehen an andere Verbraucher in
sämtlichen Branchen - von der Lebensmittel- bis zur
Elektronikindustrie. Hergestellt werden Sauerstoff, Stickstoff und
Argon sowie erstmals in Österreich Roh-Krypton/Xenon. Außerdem
erfolgt eine Vorbereitung für die Helium/Neon-Gewinnung. Der
Luftzerleger ist damit von besonderer strategischer Bedeutung, da der
österreichische Markt zusätzlich mit Flüssiggasen versorgt werden
kann.

Arbeitsweise der Anlage

Die Luftzerlegung erfolgt bei der Anlage durch Rektifikation.
Dabei wird die Luft zunächst verdichtet, getrocknet und gereinigt,
schließlich abgekühlt und teilverflüssigt. Danach kommt es durch ein
spezielles Destillierverfahren zu einer Zerlegung in die Bestandteile
Sauerstoff, Stickstoff, Argon und Krypton/Xenon. Die flüssigen
Produkte werden den Verbrauchern in Tankfahrzeugen, die gasförmigen
über Rohrleitungen zur Verfügung gestellt. Vorteil dieser
Gegenstromdestillation ist, dass die Produkte mit hoher Reinheit bei
gleichzeitig guter Ausbeute gewonnen werden. Die Anlage arbeitet
überdies mit einer neuartigen Bauweise der Molekularsiebe.

Zusammenarbeit Linde Gas und voestalpine

Die Zusammenarbeit von Linde und voestalpine reicht bis zu Beginn
der 1950er Jahre zurück und steht in Verbindung mit der Entwicklung
des LD-Verfahrens, das in Linz und Donawitz entwickelt wurde. Noch
heute werden ca. 70 % der Weltstahlproduktion mit diesem Verfahren
gewonnen. Linde hat seit den 1950er Jahren mehrere Luftzerleger am
Werksgelände installiert und 1993 alle Produktionsanlagen für
technische Gase am Linzer Standort übernommen.

Die produzierten Gase im neuen Luftzerleger
ß
Gasförmiger Sauerstoff (GOX) 45.000 Nm3/h

+/- 12.000 Nm3/h
(über Wechselspeicher)

Gasförmiger Stickstoff (GAN) 40.000 Nm3/h (erweiterbar

bis 140.000 Nm3/h)

Gasförmiges Argon (GAR) Bis 1.200 Nm3/h

Flüssiger Sauerstoff (LOX) sowie
Flüssiger Stickstoff (LIN) Bis 8.000 Nm3/h

Flüssiges Argon (LAR) Bis ca. 2.000 Nm3/h

Roh-Krypton/Xenon 50 Nm3/h
ß

Rückfragehinweis:

Menedetter PR
Mag. Brigitte Mühlbauer
Stoß im Himmel 1/9, 1010 Wien
Tel.: 01/533 23 80
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/NEF/OTS

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