- 21.05.2002, 12:21:52
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Prammer zu Frauenprojekten: Regierung zeigt ihr wahres Gesicht=
Wien (SK) "Bei der Beschneidung der Fördermittel für
Frauenprojekte zeigt die Regierung ihr wahres Gesicht", erklärte am
Dienstag SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer gegenüber dem
Pressedienst der SPÖ. "Wenn es nicht anders geht, soll sogar ein
Untersuchungsausschuss dafür herhalten, Frauenprojekte zu stoppen",
kritisierte Prammer. "In dieses Austrocknungs-Konzept passt auch,
dass Arbeitsminister Bartenstein die Projektförderung seines
Ministeriums für Frauenprojekte völlig einstellen will", erklärte
Prammer. ****
Konkret gehe es um das seit 1986 eigens für Frauenprojekte
gewidmete Budget. "Es geht dabei um Arbeitsmarktbetreuung,
Gleichstellungsorientierung, Qualifizierung, Zugang zu neuen
Technologien, Förderungen für Wiedereinsteigerinnen, Förderung von
jungen Frauen in nicht traditionellen Berufen. Diese wichtige
Förderung von Projekten, die viel zur Chancengleichheit beitragen,
soll nun der Geldhahn zugedreht werden", sagte Prammer.
Bezüglich des Untersuchungsausschusses "Vergabepraxis", einem aus dem
Euroteam-Ausschuss entstandenen parlamentarischen Kontrollgremium für
die Vergabe öffentlicher Gelder an Vereine und Projekte, erklärte
Prammer: "Hier geht es eindeutig um eine Verfolgung von Ideen und
Inhalten, die ideologisch nicht konform sind. Ich erhalte laufend
Briefe und E-Mails von Frauenvereinen und Frauenprojekten, die sich
an mich wenden mit der Bitte um Unterstützung, da sie um ihre
Fördermittel fürchten."
"Sämtliche Aussagen der Regierung, dass die Förderpraxis
nicht geändert würde, sind Schall und Rauch. Es ist völlig klar:
Kritische oder dem konservativen Weltbild nicht entsprechende
Projekte sollen keine Fördermittel mehr erhalten. Aus diesem Grund
soll offensichtlich auch die Vergabe der Fördermittel, die über das
AMS laufen, gestoppt werden", sagte Prammer abschließend. (Schluss)
up/vs
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
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