Vereinigung der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ)

Jahresbilanz 2001 - Personelle Weichenstellung für die Zukunft

Wien (OTS) - Die Bauwirtschaft ist der Wirtschaftszweig, der vom europaweiten Konjunktureinbruch längerfristig betroffen ist. Ein Rückgang der realen Bauproduktion um rund 3% ist angesichts der Bedeutung der Bauwirtschaft als durchaus schwerwiegend zu bezeichnen. Eine rasche Umsetzung des Generalverkehrswegeplanes, innovative Wege im Wohnungsbau sowie eine optimale Kooperation mit verwandten Verbänden sind wesentliche Voraussetzungen, um vor diesem Hintergrund 2002 erfolgreich wirtschaften zu können. In der angespannten wirtschaftlichen Situation der Bauwirtschaft erfolgt in der VÖZ ein umfassender Führungswechsel. Gen. Dir. Mag. Peter Orisich folgte bereits im Februar MMag. Dr. Kriegner als Vorsitzender der VÖZ. Die bisherige Geschäftsführung der VÖZ wird von Dir. BR DI Dr. Ernst Roubin altersbedingt mit 1. Juli 2002 an Dipl. Ing. Felix Friembichler übergeben.

Neue Strategien für zukünftiges Wachstum

Der österreichische Zementmarkt hat 2001, der wirtschaftlichen Situation entsprechend, an Volumen verloren. Dass der Rückgang allerdings nicht zu Lasten der österreichischen Zementindustrie geht, ist mit den weiterhin rückläufigen Importen zu erklären. Dadurch blieb die Versandmenge österreichischen Zements nahezu gleich, ja sie konnte sogar auf 3,735 Mio. Tonnen gesteigert werden (+ 0,9%)" erläutert Orisich. Dementsprechend konnte lediglich die Beton- und Fertigteilindustrie im Fachverband der Stein- und keramischen Industrie in der Wirtschaftskammer Österreich, ein leichtes Umsatzplus von 0,7% und die Zementindustrie eine Umsatzsteigerung um 3,71% auf knapp 270 Millionen Euro verbuchen.

Neue Finanzierungsmodelle für die Infrastruktur als wirtschaftspolitische Notwendigkeit

Der Investitionsbedarf allein für den Straßenbau der nächsten zehn Jahre beträgt 5-7,5 Mrd. Euro. Für die öffentliche Hand ist jedoch die langfristige Finanzierung nicht gesichert. Es müssen daher auch andere Wege der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung, wie etwa Public-Private-Partnership, bei denen die Verwaltung auf die Finanzkraft der privaten Wirtschaft setzt, mit berücksichtigt werden. Diese Form der Finanzierung ist sicherlich kein Allheilmittel, stellt aber doch einen Schritt in die richtige Richtung der Bauwirtschaft dar und bietet wesentliche Impulse für die Bauwirtschaft.

Zusammenwachsen der Verbände als Erfolgsstrategie für die Zukunft

Beim Betontag 2002 präsentierte sich die VÖZ heuer erstmals gemeinsam mit dem Verband Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) und dem Güteverband Transportbeton(GVTB). "Zur Sicherstellung einer positiven Marketingentwicklung brauchen branchenverwandte Verbände ein einheitliches Auftreten. Sowohl VÖZ als auch VÖB und GVTB sind sich nun einig, ein Forum zu präsentieren, das Entschlossenheit und Kompetenz signalisiert" erläutert Ernst Roubin, der nun die Geschäftsführung der VÖZ nach langjährigem erfolgreichen Engagement zurücklegt. Die neue Form der Kooperation, die auch zukünftig durch Zement+Beton mit einer gemeinsamen Marketinglinie forciert wird, soll die Entwicklung und Qualität des Produktes Beton vorantreiben.

Der Weg in die Zukunft - Experten-Zentren für Forschung und Entwicklung

Um das breite Spektrum der Anwendungsmöglichkeiten von Beton auch nutzen zu können, müssen Wissen und Erfahrung auf hohem Niveau permanent weiterentwickelt werden. "So werden in Zukunft Zentren entstehen, in denen das vorhandene Know-How gebündelt, weiterentwickelt und weitergegeben wird" ist Friembichler überzeugt:
"Das Forschungsinstitut der Zementindustrie bietet sich für so eine Positionierung geradezu ideal an." Durch die bisherige erfolgreiche Tätigkeit verfügt das VÖZFI über einen enormen Erfahrungs- und Wissensschatz. "Wir können mit diesem Schritt das immer größer werdende Wissens- und Erfahrungsbedürfnis der Bauwirtschaft befriedigen und gleichzeitig unsere Position weiter ausbauen," begründet Friembichler die Strategie.

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