• 15.05.2002, 10:01:00
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  • OTS0038 OTW0038

AK gegen Senkung der Lohnnebenkosten

Österreichs internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert sich ständig

Wien (AK) - In der aktuellen Debatte um eine Senkung der
Lohnnebenkosten, wie sie die Wirtschaft verlangt, hält die AK zwei
wichtige Sachinformationen fest: Von einem internationalen
Wettbewerbsnachteil Österreichs kann keine Rede sein - im Gegenteil:
Gemessen an den relativen Lohnstückkosten gegenüber den
Handelspartnern, und das ist der einzig relevante Maßstab für die
Wettbewerbsfähigkeit, verbessert sich die Position der
österreichischen Wirtschaft seit 1997 jedes Jahr. Grund dafür ist die
überdurchschnittlich steigende Produktivität der österreichischen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Zweitens stellt die AK die immer
wieder genannten Zahlen der Wirtschaft über die angebliche Höhe der
Lohnnebenkosten richtig. Zum einen sind die Lohnnebenkosten in den
vergangenen Jahren gesunken. Zum anderen fließen von den gesamten
Arbeitskosten mehr als drei Viertel als Monatslohn, Weihnachts- und
Urlaubsgeld oder Abfertigungen direkt an die ArbeitnehmerInnen. Die
indirekten Arbeitskosten, das sind Aufwendungen der Arbeitgeber, die
nicht direkt an die ArbeitnehmerInnen fließen, machen nur 24 Prozent
aus. Das sind vor allem die Arbeitgeber-Beiträge zur Pensions-,
Kranken- und Arbeitslosenversicherung und zum
Insolvenz-Entgeltsicherungsfonds Mit diesen Beiträgen wird das System
der sozialen Sicherheit in Österreich mit finanziert, stellt die AK
fest.****

  Unter dem Gesichtspunkt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit
zeigt sich der ständig, von der Wirtschaft behauptete Handlungsbedarf
nicht.
Im Gegenteil: Österreichs Position verbessert sich ständig. Die Daten
zeigen die Entwicklung der Lohnstückkosten in der Sachgütererzeugung
in den letzten Jahren im Verhältnis zu den Handelspartnern
Österreichs. Die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie
und Sachgütererzeugung hat sich um mehr als 10 Prozent verbessert -
und das ist der entscheidende Maßstab für die Wettbewerbsfähigkeit.
 
Relative Lohnstückkostenentwicklung gegenüber den Handelspartnern
in einheitlicher Währung, 1997 = 100 (Rückgang bedeutet Verbesserung)
 
1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003
100 99,1 96,6 91 90,4 88,8 86,9

Rückfragehinweis: AK Wien Kommunikation

Christian Spitaler
Tel.: (++43-1) 501 65-2152
mailto:[email protected]
http://www.akwien.at

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