AK gegen Senkung der Lohnnebenkosten

Österreichs internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessert sich ständig

Wien (AK) - In der aktuellen Debatte um eine Senkung der Lohnnebenkosten, wie sie die Wirtschaft verlangt, hält die AK zwei wichtige Sachinformationen fest: Von einem internationalen Wettbewerbsnachteil Österreichs kann keine Rede sein - im Gegenteil:
Gemessen an den relativen Lohnstückkosten gegenüber den Handelspartnern, und das ist der einzig relevante Maßstab für die Wettbewerbsfähigkeit, verbessert sich die Position der österreichischen Wirtschaft seit 1997 jedes Jahr. Grund dafür ist die überdurchschnittlich steigende Produktivität der österreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Zweitens stellt die AK die immer wieder genannten Zahlen der Wirtschaft über die angebliche Höhe der Lohnnebenkosten richtig. Zum einen sind die Lohnnebenkosten in den vergangenen Jahren gesunken. Zum anderen fließen von den gesamten Arbeitskosten mehr als drei Viertel als Monatslohn, Weihnachts- und Urlaubsgeld oder Abfertigungen direkt an die ArbeitnehmerInnen. Die indirekten Arbeitskosten, das sind Aufwendungen der Arbeitgeber, die nicht direkt an die ArbeitnehmerInnen fließen, machen nur 24 Prozent aus. Das sind vor allem die Arbeitgeber-Beiträge zur Pensions-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung und zum Insolvenz-Entgeltsicherungsfonds Mit diesen Beiträgen wird das System der sozialen Sicherheit in Österreich mit finanziert, stellt die AK fest.****

  Unter dem Gesichtspunkt der internationalen Wettbewerbsfähigkeit zeigt sich der ständig, von der Wirtschaft behauptete Handlungsbedarf nicht.
Im Gegenteil: Österreichs Position verbessert sich ständig. Die Daten zeigen die Entwicklung der Lohnstückkosten in der Sachgütererzeugung in den letzten Jahren im Verhältnis zu den Handelspartnern Österreichs. Die Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Industrie und Sachgütererzeugung hat sich um mehr als 10 Prozent verbessert -und das ist der entscheidende Maßstab für die Wettbewerbsfähigkeit.  
Relative Lohnstückkostenentwicklung gegenüber den Handelspartnern in einheitlicher Währung, 1997 = 100 (Rückgang bedeutet Verbesserung)  
1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003
100 99,1 96,6 91 90,4 88,8 86,9

Rückfragen & Kontakt:

Christian Spitaler
Tel.: (++43-1) 501 65-2152
christian.spitaler@akwien.or.at
http://www.akwien.at

AK Wien Kommunikation

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKW/AKW