Familienhospizkarenz: Bauer kritisiert zynische Regierungspolitik

Wien (SK) Als "völlig an den gesellschaftlichen Realitäten vorbeigehend und äußerst zynisch" bezeichnete SPÖ-Abgeordnete Sophie Bauer Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst den Vorschlag der blau-schwarzen Koalition zur Familienhospizkarenz. "Offensichtlich kann sich in dieser Regierung niemand vorstellen, dass man mit 700 Euro im Monat sein Auslangen finden muss. Sonst wäre klar, dass der heute im Sozialausschuss präsentierte Vorschlag zur Familienhospizkarenz eine blanke Verhöhnung der meisten ArbeitnehmerInnen in diesem Land ist", so Bauer. Die Regierung plant eine sechsmonatige Karenzregelung - allerdings ohne entsprechende Karenzgeldbezüge. Nur Vermögende könnten es sich leisten, ihre Angehörigen sechs Monate ohne Bezüge daheim zu pflegen. Das ernüchternde Resümee der SPÖ-Abgeordneten, in Anspielung an großzügigere Karenzgeldregelungen: "Der Bundesregierung ist es weniger wert, Menschen aus dem Leben zu begleiten, als sie in das Leben zu begleiten." (Schluss) wf/mm

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK