Abfangjäger: Gradwohl kritisiert PR-Aktionen statt Aufklärung der betroffenen Bevölkerung

Einseitige Info-Offensive statt Objektivität - Scheibner flüchtet aus seiner Verantwortung

Wien (SK) Mit der heutigen Präsentation der potenziellen Draken-Nachfolgemodelle am Flughafen Graz-Thalerhof setze das österreichische Bundesheer seine "äußerst fragwürdige Informationsoffensive" bezüglich der Neubeschaffung von Abfangjägern fort, kritisierte SPÖ-Abgeordneter Heinz Gradwohl Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "So sieht also die versprochene objektive Informationsoffensive in allen Bundesheer-Fliegerstandorten aus. Während die von der Lärm- und Abgasbelastung am meisten betroffene Bevölkerung im Bereich Aichfeld-Murboden noch immer auf die genauen Details und Auswirkungen wartet, werden in Graz in Anwesenheit der Landeshauptfrau die Nachfolgemodelle mit großem Presserummel vorgestellt", so Gradwohl. ****

Es würde ihn, Gradwohl, "nicht wundern, wenn die Landeshauptfrau, die bis jetzt durch noble Zurückhaltung aufgefallen ist, völlig überrascht wäre, wenn heute keine lärmarmen Segelflieger in Graz landen". Minister Scheibner ziehe es vor, bei dieser Präsentation "lieber nicht dabei zu sein und die Reaktionen aus dem fernen Wien zu kommentieren". Es sei offensichtlich, dass die Regierung den Ankauf sündteurer Abfangjäger durch solche PR-Aktionen verschleiern müsse, da "ihr nicht viele Argumente einfallen, warum den Menschen für dieses Prestigeobjekt das Geld in Form von Ambulanzgebühren oder der Unfallrentenbesteuerung aus der Tasche gezogen wird". Abschließend forderte der steirische SPÖ-Abgeordnete den Verteidigungsminister auf, "die Daten und Fakten endlich auf den Tisch zu legen und die betroffene Bevölkerung im Bereich Aichfeld-Murboden tatsächlich aufzuklären". (Schluss) ml/mm

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