• 13.05.2002, 14:18:58
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  • OTS0148 OTW0148

Neufassung der OTS0088 von heute: Österreich an 2. bester Stelle bei Familienbesteuerung und Tranfers

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf jetzt vordringlich

Linz (OTS) - Bitte beachten Sie die OTS0088 von heute als
gegenstandslos. Untenstehend finden Sie die Neufassung:

NEUFASSUNG

Politik/Steuern/Familie
Österreich an 2. bester Stelle bei Familienbesteuerung und Tranfers
Utl.: Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf jetzt vordringlich

Linz (OTS) - Eine von Prof. Dr. Lehner (WIFO - Experte) im Auftrag
des Österr. Familienbundes und des Kath. Familienverbandes erstellte
Studie attestiert Österreich eine gute Position bei der
Familienbesteuerung. Verglichen wurde die Situation in den EU
Mitgliedsstaaten, der Schweiz und den USA auf Basis der Daten aus dem
Jahr 1999. Werden bei Österreich auch die Effekte der
Familiensteuerreform 2000 mitberücksichtigt ergibt sich laut
Präsident LAbg. Mag. Otto Gumpinger vom Österr. Familienbund die
Position 7 innerhalb dieser 17 Staaten (ohne die Familiensteuerreform
2000 Platz 9). Berücksichtigt man die in Österreich hohe
Familienbeihilfe und die Kinderabsetzbeträge, die ja mit der
Familienbeihilfe ausbezahlt werden, ergibt sich der hervorrangende
Platz 2 hinter Luxemburg. Nicht berücksichtigt sind allerdings
unterschiedliche Mehrwertsteuersätze und die sogenannten
Naturalleistungen, wie Kinderbetreuungseinrichtungen und deren Tarife
und das zeitlich befristete Kinderbetreuungsgeld.

Konkret verringert sich bei einer Alleinverdienerfamilie mit
österreichischem Durchschnittseinkommen und 2 Kindern im Vergleich
mit einer Situation ohne Kinder die Lohn- und
Einkommenssteuerbelastung um 8 Prozentpunkte auf nunmehr 2,8%. Ohne
Miteinbeziehung der Transfers schneidet Deutschland am besten ab, wo
sich die Steuerlast auf 0 reduziert.

Bei niedrigen Einkommen (67% des Durchschnittseinkommens)
verbessert sich die Situation für Österreich wesentlich. Die
Transfers sind wesentlich höher als die Lohn- und
Einkommenssteuerlast. Damit ist laut Gumpinger vom Österr.
Familienbund klar erwiesen, dass die österreichische
Familienförderung im Gegensatz zur Situation in anderen Ländern stark
armutsmindernd ist, weil sie durch die hohen Sockelbeträge in Form
der Transfers bei niedrigen Einkommen stärker wirksam wird.

Für den Familienbund ist das laut Gumpinger insgesamt eine
erfreuliche Situation, wenn man insbesondere auch noch das
Kinderbetreuungsgeld mit berücksichtigt. Nach der Entlastung der
Lohnnebenkosten, die auch positive Effekte für die Vereinbarkeit von
Familie und Beruf hat, wünscht sich der Familienbund eine stärkere
Berücksichtigung der Kinder im Steuerrecht, beispielsweise durch ein
wahlweises Familiensplitting, das es ja in Frankreich bereits gibt.
Gerade Frankreich konnte in den letzten 3 Jahren die Geburtenrate als
wichtige Kenngroße für die Familienfreundlichkeit eines Landes, im
Gegensatz zum Haupttrend in Europa steigern und liegt mit ca. 1,9 an
der Spitze.

Unerledigt sind für Gumpinger noch die in der Regierungserklärung
enthaltene Freifahrt für Internatsschüler und aktuell auch die
Berücksichtung der Karenzzeiten bei der Abfertigung Neu als für
Familien finanziell relevante Verbesserungen.

Generell ist für den Familienbund die bessere Vereinbarkeit von
Familie und Beruf zumindest gleichrangig mit den finanziellen
Rahmenbedingungen. Mehr Teilzeitarbeitsplätze mit
familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen und eine Ergänzung der
Kinderbetreuungsangebote über den klassischen Kindergartenbereich
hinaus, wo ja im wesentlichen bereits Vollversorgung gegeben ist,
insbesondere auch im Bereich der Horte und der sonstigen
Nachmittagsbetreuung für Schulkinder sind dringend erforderlich.

Die Studie kann beim Österreichischen Familienbund
[email protected] oder unter 02742/77304/10 angefordert werden.

Rückfragehinweis:

Österr. Familienbund
Mag. Otto Gumpinger
Tel.: 0664/225 27 75

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FAM/FAM/OTS

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