Neufassung der OTS0088 von heute: Österreich an 2. bester Stelle bei Familienbesteuerung und Tranfers

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf jetzt vordringlich

Linz (OTS) - Bitte beachten Sie die OTS0088 von heute als gegenstandslos. Untenstehend finden Sie die Neufassung:

NEUFASSUNG

Politik/Steuern/Familie
Österreich an 2. bester Stelle bei Familienbesteuerung und Tranfers Utl.: Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf jetzt vordringlich

Linz (OTS) - Eine von Prof. Dr. Lehner (WIFO - Experte) im Auftrag des Österr. Familienbundes und des Kath. Familienverbandes erstellte Studie attestiert Österreich eine gute Position bei der Familienbesteuerung. Verglichen wurde die Situation in den EU Mitgliedsstaaten, der Schweiz und den USA auf Basis der Daten aus dem Jahr 1999. Werden bei Österreich auch die Effekte der Familiensteuerreform 2000 mitberücksichtigt ergibt sich laut Präsident LAbg. Mag. Otto Gumpinger vom Österr. Familienbund die Position 7 innerhalb dieser 17 Staaten (ohne die Familiensteuerreform 2000 Platz 9). Berücksichtigt man die in Österreich hohe Familienbeihilfe und die Kinderabsetzbeträge, die ja mit der Familienbeihilfe ausbezahlt werden, ergibt sich der hervorrangende Platz 2 hinter Luxemburg. Nicht berücksichtigt sind allerdings unterschiedliche Mehrwertsteuersätze und die sogenannten Naturalleistungen, wie Kinderbetreuungseinrichtungen und deren Tarife und das zeitlich befristete Kinderbetreuungsgeld.

Konkret verringert sich bei einer Alleinverdienerfamilie mit österreichischem Durchschnittseinkommen und 2 Kindern im Vergleich mit einer Situation ohne Kinder die Lohn- und Einkommenssteuerbelastung um 8 Prozentpunkte auf nunmehr 2,8%. Ohne Miteinbeziehung der Transfers schneidet Deutschland am besten ab, wo sich die Steuerlast auf 0 reduziert.

Bei niedrigen Einkommen (67% des Durchschnittseinkommens) verbessert sich die Situation für Österreich wesentlich. Die Transfers sind wesentlich höher als die Lohn- und Einkommenssteuerlast. Damit ist laut Gumpinger vom Österr. Familienbund klar erwiesen, dass die österreichische Familienförderung im Gegensatz zur Situation in anderen Ländern stark armutsmindernd ist, weil sie durch die hohen Sockelbeträge in Form der Transfers bei niedrigen Einkommen stärker wirksam wird.

Für den Familienbund ist das laut Gumpinger insgesamt eine erfreuliche Situation, wenn man insbesondere auch noch das Kinderbetreuungsgeld mit berücksichtigt. Nach der Entlastung der Lohnnebenkosten, die auch positive Effekte für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf hat, wünscht sich der Familienbund eine stärkere Berücksichtigung der Kinder im Steuerrecht, beispielsweise durch ein wahlweises Familiensplitting, das es ja in Frankreich bereits gibt. Gerade Frankreich konnte in den letzten 3 Jahren die Geburtenrate als wichtige Kenngroße für die Familienfreundlichkeit eines Landes, im Gegensatz zum Haupttrend in Europa steigern und liegt mit ca. 1,9 an der Spitze.

Unerledigt sind für Gumpinger noch die in der Regierungserklärung enthaltene Freifahrt für Internatsschüler und aktuell auch die Berücksichtung der Karenzzeiten bei der Abfertigung Neu als für Familien finanziell relevante Verbesserungen.

Generell ist für den Familienbund die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zumindest gleichrangig mit den finanziellen Rahmenbedingungen. Mehr Teilzeitarbeitsplätze mit familienfreundlichen Arbeitszeitmodellen und eine Ergänzung der Kinderbetreuungsangebote über den klassischen Kindergartenbereich hinaus, wo ja im wesentlichen bereits Vollversorgung gegeben ist, insbesondere auch im Bereich der Horte und der sonstigen Nachmittagsbetreuung für Schulkinder sind dringend erforderlich.

Die Studie kann beim Österreichischen Familienbund gs@familienbund.at oder unter 02742/77304/10 angefordert werden.

Rückfragen & Kontakt:

Österr. Familienbund
Mag. Otto Gumpinger
Tel.: 0664/225 27 75

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