Sima warnt vor Persilschein für Temelin durch EU

"Bundesregierung muss auf weitere Sicherheitsüberprüfungen bestehen"

Wien (SK) Vor einem "Persilschein für Temelin" durch die EU-Kommission warnt SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima anlässlich des für heute erwarteten Berichts der EU-Arbeitsgruppe WPNS, der working party on nuclear safety. "Es ist davon auszugehen, dass die EU in Zukunft keine weiteren Überprüfungen des grenznahen AKW durchführen will, für die Kommission scheint das Thema Temelin endgültig abgehakt", so Sima. Es liege nun an der österreichischen Regierung, entsprechenden Druck zu machen und jedenfalls auf weitere Sicherheitsüberprüfungen zu bestehen. ****

Die Sicherheitsprobleme in Temelin seien noch lange nicht gelöst, gerade die beiden zentralen Schwachstellen - die sogenannte 28,8 m-Bühne und die Sicherheitsventile - stellen nach wie vor eine enorme Gefahr für Mensch und Umwelt dar. "Es bleibt jedoch zu befürchten, dass sich das bisherige mangelnde Engagement der österreichischen Bundesregierung auf EU-Ebene nun rächen wird, denn sie hat dort keine starken Verbündeten im Kampf gegen Temelin gesucht und steht somit relativ alleine da", so Sima am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Es gelte nun bei den kommenden Sitzungen Österreichs harte Position zu deponieren und keinesfalls zuzustimmen, dass die EU Temelin im jetzigen technischen Zustand ohne jegliche weitere Überwachung akzeptiere. "Die über 30 Pannen in Temelin sprechen wohl eine eindeutige Sprache, die AKW-Betreiber haben ihr Prestigeobjekt keinesfalls in Griff. Die EU muss in Fragen der nuklearen Sicherheit ihre Verantwortung wahrnehmen", so Sima abschließend. (Schluss) nf/mp

Rückfragen & Kontakt:

Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

Pressedienst der SPÖ

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK/SPK