• 13.05.2002, 12:02:26
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Die aktuelle OEKONSULT-profil Umfrage, komplett: www.oekonsult.at/iquest/profil

Wien war anders. Keine Mai-Krawalle am Heldenplatz.

Wien (OTS) - Mit der völlig neuen Erhebungsmethode iQUEST hat das
Beratungsunternehmen OEKONSULT bereits 1 Tag nach den ausgebliebenen
Ausschreitungen in der Wiener Innenstadt festgehalten, wie die
Bevölkerung das Krisenmanagement seitens Politik und Polizei
beurteilt.

Nur wenig Arbeit hatten bekanntermaßen die Aufräumtrupps nach der
Demo-Nacht des 8. Mai rund um den Heldenplatz. Weitaus intensiver
werkte da am Tag danach das Umfrageteam von OEKONSULT unter
Kommunikationsexperten Joshi M.A. Schillhab. Schillhab hatte sich im
Auftrag des Nachrichtenmagazins "profil" zur Aufgabe gesetzt, die
unmittelbare Einschätzung der WienerInnen über den Kundgebungsverlauf
zu hinterfragen.

Da ja Telefonumfragen zwar schnell und preiswert, aber nach
Schillhabs Meinung für politikrelevante Themen wegen der naturgemäß
mangelnden Anonymität weitestgehend problematisch sind, brachte
OEKONSULT die innovative Umfragemethode iQuest zum Einsatz. IQUEST
ermöglicht persönliche "face-to-face" Interviews, die auf einem
kleinen Computer, so genannten Pocket PCs, ablaufen. Alle
Interviewdaten werden binnen Sekunden über Handy auf den
Internetrechner des Institutes übertragen, wo sie in die erprobte
Auswertungsroutine einfließen und Sofortergebnisse auswerfen.

Schillhab: "Während bei konventionellen Telefonumfragen immer die
Identität des Befragten feststeht, setzen wir mit iQUEST im
Politikbereich auf demonstrative Anonymität. Das entspricht unserem
geheimen und anonymen Wahlsystem. So kommen wir zu weitreichend
ehrliche Antworten und äußerst geringen Antwortverweigerungen."

Demgemäß bleiben auch die Positionsverweigerer bei der aktuellen
Bestandsaufnahme nach der Demonacht auf vereinzelte Ausnahmen
beschränkt. Etwa auf die Frage "Ich habe den Eindruck, das
Krisenmanagement rund um den Demo-Tag 8. Mai hat bestens
funktioniert" haben alle 354 Interviewpartner offen Stellung bezogen.
65 Prozent konstatierten gut funktionierendes Krisenmanagement, fast
15 Prozent tun dies mit aller Überzeugung die ihnen die sechsstufige
Antwortskala des iQUEST Fragebogens einräumt (Skala von "trifft voll
und ganz zu" bis "trifft überhupt nicht zu", 6 Stufen, keine
dezidierte neutrale Mitte).

Daß es bei derartigen Kundgebungen "weniger um Politik als
vielmehr um Randale und Gewalt" ginge, wollen 57 Prozent der
WienerInnen so sehen. Nur 7 Prozent glauben an die ausschließlich
politische Motivation von Demonstranten. Hingegen sind 20 Prozent
davon überzeugt, daß ausschlich Lust an Gewalt und Ausschreitungen
unter einem Polit-Mäntelchen verborgen wird.

Genau dem hatte die Exekutive einiges entgegengesetzt. Davon waren
die Umfrageteilnehmer mehrheitlich überzeugt. "Die Polizei hat alles
in Ihrer Macht stehende unternommen, um gewalttätige Ausschreitungen
bei den aktuellen Kundgebungen zu unterbinden", lautete das OEKONSULT
Statement, das es zu beurteilen galt. 80 Prozent stimmen dem zu, 32
Prozent sogar ohne die geringste Einschränkung. Nur knappe 6 Prozent
wollen ein Versagen der Exekutive bemerkt haben.

Weniger geschlossen zeigt sich die Meinung über die
Konsensorientierung der Bundesregierung. 6 Prozent meinen, unsere
Regierung bemühe sich "intensiv um politischen Ausgleich und
Konsens", wogegen 23 Prozent das nachdrücklich in Abrede stellen. Auf
der 6-stufigen Skala sehen insgesamt 45 Prozent die
Regierungskoalition als Kraft des politischen Ausgleichs, 54 Prozent
widersprechen dieser Beurteilung.

Besonders kontroversiell antworten die WienerInnen auf die
vorgelegte Aussage "Ich befürworte eine 2. Amtsperiode für unsere
derzeitige Bundesregierung nach der nächsten Nationalratswahl." 49
Prozent der Befragten weisen das Statement mit allem Nachdruck, den
die sechsstufige Antwortskala zuläßt, zurück. Insgesamt lehnen am
Befragungstag fast drei Viertel der WienerInnen eine Fortsetzung der
Regierungskonstellation über den Wahltag hinaus ab. Immerhin 23
Prozent fordern gerade diese Kontinuität ein. Mit lediglich knapp 3
Prozent stellt diese Frage den höchsten Anteil der
Antwortverweigerer der gesamten Umfrage.

Wien ist anders, auch was die politische Reife der Jugend angeht.
Das zumindest meinen insgesamt 81 Prozent der interviewten Personen.
Weil es keine Mai-Krawalle in der Bundeshauptstadt gegeben habe,
attestieren 74 Prozent ausdrücklich ein hohes Maß an "politischer
Reife der Wiener Jugend". Ein verschwindend kleiner Teil von 1
Prozent outet sich als notorisch Jugend-kritisch, bei ebensoviel
Antwortenthaltung.

Ob bei vorgeblich politisch motivierter Gewalt den Medien eine
Rolle zukommt, spaltet das Teilnehmerfeld der aktuellen
OEKONSULT-Umfrage. Das zur Bewertung angebotene Statement lautete:
"Die ausführliche Bildberichterstattung in Print und TV begünstigt
die Zunahme von Gewalt im politischen Umfeld." Dem können 6 Prozent
der WienerInnen ohne jede Einschränkung zustimmen. 15 Prozent aber
widersprechen auf das Heftigste. Der Anteil jener Personen, die
völlig oder aber in hohem Ausmaß zustimmen, liegt bei 19 Prozent.
Jener, die deutlich bzw. ganz entschieden widersprechen, kommt auf 42
Prozent. Die dazwischen liegenden 39 Prozent Umfrageteilnehmer, die
zur neutralen Mitte tendieren, sind dennoch mehrheitlich jener Gruppe
zuzuordnen, die der vorgelegten Aussage zustimmen. "Schon seit den
frühen 90er Jahren bewährt sich unsere Befragungsweise. Auch jene
Kandidaten die sonst auf keine Aussage festzulegen sind, zeigen
zumindest tendenziell Präferenzen. Das erhöht die Aussagekraft und
die Interpretationssicherheit unserer Umfragen" betont
OEKONSULT-Chef und iQUEST-Erfinder Joshi Schillhab.

Die Demo-Berichterstattung als solche stößt ungebrochen auf
Interesse. 24 Prozent zeigen sich in allerhöchstem Ausmaß
interessiert, insgesamt verfolgen etwa 70 Prozent mit Aufmerksamkeit
die einschlägigen Medienberichte. Bloß 13 Prozent geben sich als
völlige Demo-Newsmuffel zu erkennen.

Eine mörderische Eskalation von Politgewalt befürchtet Wien nicht. 85
Prozent stellen sich gegen die Behauptung, sie würden nach dem
Politikermord in den Niederlanden ein ähnliches Drama auch in
Österreich befürchten. Nur 1 Prozent ist von einer solchen drohenden
Bluttat zutiefst überzeugt.

Daß dennoch die (tatsächlich) verhängten Strafen für gewalttätige
Kundgebungsteilnehmer drastisch zu verschärfen sind fordern 23
Prozent der Befragten mit allem Nachdruck ein. Nahezu ebenso viele
Menschen wehren sich entschieden gegen ein derartiges Ansinnen.
Auffallend bei dieser Frage ist die deutliche Polarisierung der
Bevölkerungsmeinung. Während nur wenige zur neutralen Mitte neigen,
nimmt die Deutlichkeit der individuellen Position zum eindeutigen Ja
oder Nein stark zu. Niemand hatte gar keine Meinung, die er/sie auf
Befragen vertreten wollte.

Die am 8. Mai beteiligten Polizisten dürfen sich über ein
mehrheitliches Lob aus Wiener Mund freuen. 54 Prozent meinen, die
Exekutive hätte "mit völlig gleicher Objektivität und Strenge
Extremisten von linker wie rechter politischer Gesinnung in Schach"
gehalten. 13 Prozent sehen das sogar vorbehaltlos so.

"Die neue Befragungsmethode iQUEST hat im politisch heißen
thematischen Umfeld 8.Mai gezeigt, daß sie wie keine andere geeignet
ist, schnell, sauber und treffsicher Befragungsergebnisse zu liefern,
die anderen Instrumenten versagt bleiben müssen. Weil gleichzeitig
die Kosten im unteren Drittel der gewohnten Budgets liegen, ist
iQUEST für den Markt von besonderem Interesse", freut sich
OEKONSULT-Chef Joshi M.A. Schillhab über das positive Feedback zur
nunmehr bereits zweiten Auftragsarbeit für "profil" en suite.

Die aktuelle OEKONSULT-profil Umfrage, komplett:
http.//www.oekonsult.at/iquest/profil

Rückfragehinweis:

Joshi M.A. Schillhab
OEKONSULT gmbh
communication & consulting
mailto:oekonsult@oekonsult.at
+43 664 2527322
http://www.oekonsult.at/iQUEST
http://www.oekonsult.at/tourismus
http.//www.oekonsult.at/apa

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/NEF/OTS

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