Die aktuelle OEKONSULT-profil Umfrage, komplett: www.oekonsult.at/iquest/profil

Wien war anders. Keine Mai-Krawalle am Heldenplatz.

Wien (OTS) - Mit der völlig neuen Erhebungsmethode iQUEST hat das Beratungsunternehmen OEKONSULT bereits 1 Tag nach den ausgebliebenen Ausschreitungen in der Wiener Innenstadt festgehalten, wie die Bevölkerung das Krisenmanagement seitens Politik und Polizei beurteilt.

Nur wenig Arbeit hatten bekanntermaßen die Aufräumtrupps nach der Demo-Nacht des 8. Mai rund um den Heldenplatz. Weitaus intensiver werkte da am Tag danach das Umfrageteam von OEKONSULT unter Kommunikationsexperten Joshi M.A. Schillhab. Schillhab hatte sich im Auftrag des Nachrichtenmagazins "profil" zur Aufgabe gesetzt, die unmittelbare Einschätzung der WienerInnen über den Kundgebungsverlauf zu hinterfragen.

Da ja Telefonumfragen zwar schnell und preiswert, aber nach Schillhabs Meinung für politikrelevante Themen wegen der naturgemäß mangelnden Anonymität weitestgehend problematisch sind, brachte OEKONSULT die innovative Umfragemethode iQuest zum Einsatz. IQUEST ermöglicht persönliche "face-to-face" Interviews, die auf einem kleinen Computer, so genannten Pocket PCs, ablaufen. Alle Interviewdaten werden binnen Sekunden über Handy auf den Internetrechner des Institutes übertragen, wo sie in die erprobte Auswertungsroutine einfließen und Sofortergebnisse auswerfen.

Schillhab: "Während bei konventionellen Telefonumfragen immer die Identität des Befragten feststeht, setzen wir mit iQUEST im Politikbereich auf demonstrative Anonymität. Das entspricht unserem geheimen und anonymen Wahlsystem. So kommen wir zu weitreichend ehrliche Antworten und äußerst geringen Antwortverweigerungen."

Demgemäß bleiben auch die Positionsverweigerer bei der aktuellen Bestandsaufnahme nach der Demonacht auf vereinzelte Ausnahmen beschränkt. Etwa auf die Frage "Ich habe den Eindruck, das Krisenmanagement rund um den Demo-Tag 8. Mai hat bestens funktioniert" haben alle 354 Interviewpartner offen Stellung bezogen. 65 Prozent konstatierten gut funktionierendes Krisenmanagement, fast 15 Prozent tun dies mit aller Überzeugung die ihnen die sechsstufige Antwortskala des iQUEST Fragebogens einräumt (Skala von "trifft voll und ganz zu" bis "trifft überhupt nicht zu", 6 Stufen, keine dezidierte neutrale Mitte).

Daß es bei derartigen Kundgebungen "weniger um Politik als vielmehr um Randale und Gewalt" ginge, wollen 57 Prozent der WienerInnen so sehen. Nur 7 Prozent glauben an die ausschließlich politische Motivation von Demonstranten. Hingegen sind 20 Prozent davon überzeugt, daß ausschlich Lust an Gewalt und Ausschreitungen unter einem Polit-Mäntelchen verborgen wird.

Genau dem hatte die Exekutive einiges entgegengesetzt. Davon waren die Umfrageteilnehmer mehrheitlich überzeugt. "Die Polizei hat alles in Ihrer Macht stehende unternommen, um gewalttätige Ausschreitungen bei den aktuellen Kundgebungen zu unterbinden", lautete das OEKONSULT Statement, das es zu beurteilen galt. 80 Prozent stimmen dem zu, 32 Prozent sogar ohne die geringste Einschränkung. Nur knappe 6 Prozent wollen ein Versagen der Exekutive bemerkt haben.

Weniger geschlossen zeigt sich die Meinung über die Konsensorientierung der Bundesregierung. 6 Prozent meinen, unsere Regierung bemühe sich "intensiv um politischen Ausgleich und Konsens", wogegen 23 Prozent das nachdrücklich in Abrede stellen. Auf der 6-stufigen Skala sehen insgesamt 45 Prozent die Regierungskoalition als Kraft des politischen Ausgleichs, 54 Prozent widersprechen dieser Beurteilung.

Besonders kontroversiell antworten die WienerInnen auf die vorgelegte Aussage "Ich befürworte eine 2. Amtsperiode für unsere derzeitige Bundesregierung nach der nächsten Nationalratswahl." 49 Prozent der Befragten weisen das Statement mit allem Nachdruck, den die sechsstufige Antwortskala zuläßt, zurück. Insgesamt lehnen am Befragungstag fast drei Viertel der WienerInnen eine Fortsetzung der Regierungskonstellation über den Wahltag hinaus ab. Immerhin 23 Prozent fordern gerade diese Kontinuität ein. Mit lediglich knapp 3 Prozent stellt diese Frage den höchsten Anteil der Antwortverweigerer der gesamten Umfrage.

Wien ist anders, auch was die politische Reife der Jugend angeht. Das zumindest meinen insgesamt 81 Prozent der interviewten Personen. Weil es keine Mai-Krawalle in der Bundeshauptstadt gegeben habe, attestieren 74 Prozent ausdrücklich ein hohes Maß an "politischer Reife der Wiener Jugend". Ein verschwindend kleiner Teil von 1 Prozent outet sich als notorisch Jugend-kritisch, bei ebensoviel Antwortenthaltung.

Ob bei vorgeblich politisch motivierter Gewalt den Medien eine Rolle zukommt, spaltet das Teilnehmerfeld der aktuellen OEKONSULT-Umfrage. Das zur Bewertung angebotene Statement lautete:
"Die ausführliche Bildberichterstattung in Print und TV begünstigt die Zunahme von Gewalt im politischen Umfeld." Dem können 6 Prozent der WienerInnen ohne jede Einschränkung zustimmen. 15 Prozent aber widersprechen auf das Heftigste. Der Anteil jener Personen, die völlig oder aber in hohem Ausmaß zustimmen, liegt bei 19 Prozent. Jener, die deutlich bzw. ganz entschieden widersprechen, kommt auf 42 Prozent. Die dazwischen liegenden 39 Prozent Umfrageteilnehmer, die zur neutralen Mitte tendieren, sind dennoch mehrheitlich jener Gruppe zuzuordnen, die der vorgelegten Aussage zustimmen. "Schon seit den frühen 90er Jahren bewährt sich unsere Befragungsweise. Auch jene Kandidaten die sonst auf keine Aussage festzulegen sind, zeigen zumindest tendenziell Präferenzen. Das erhöht die Aussagekraft und die Interpretationssicherheit unserer Umfragen" betont OEKONSULT-Chef und iQUEST-Erfinder Joshi Schillhab.

Die Demo-Berichterstattung als solche stößt ungebrochen auf Interesse. 24 Prozent zeigen sich in allerhöchstem Ausmaß interessiert, insgesamt verfolgen etwa 70 Prozent mit Aufmerksamkeit die einschlägigen Medienberichte. Bloß 13 Prozent geben sich als völlige Demo-Newsmuffel zu erkennen.

Eine mörderische Eskalation von Politgewalt befürchtet Wien nicht. 85 Prozent stellen sich gegen die Behauptung, sie würden nach dem Politikermord in den Niederlanden ein ähnliches Drama auch in Österreich befürchten. Nur 1 Prozent ist von einer solchen drohenden Bluttat zutiefst überzeugt.

Daß dennoch die (tatsächlich) verhängten Strafen für gewalttätige Kundgebungsteilnehmer drastisch zu verschärfen sind fordern 23 Prozent der Befragten mit allem Nachdruck ein. Nahezu ebenso viele Menschen wehren sich entschieden gegen ein derartiges Ansinnen. Auffallend bei dieser Frage ist die deutliche Polarisierung der Bevölkerungsmeinung. Während nur wenige zur neutralen Mitte neigen, nimmt die Deutlichkeit der individuellen Position zum eindeutigen Ja oder Nein stark zu. Niemand hatte gar keine Meinung, die er/sie auf Befragen vertreten wollte.

Die am 8. Mai beteiligten Polizisten dürfen sich über ein mehrheitliches Lob aus Wiener Mund freuen. 54 Prozent meinen, die Exekutive hätte "mit völlig gleicher Objektivität und Strenge Extremisten von linker wie rechter politischer Gesinnung in Schach" gehalten. 13 Prozent sehen das sogar vorbehaltlos so.

"Die neue Befragungsmethode iQUEST hat im politisch heißen thematischen Umfeld 8.Mai gezeigt, daß sie wie keine andere geeignet ist, schnell, sauber und treffsicher Befragungsergebnisse zu liefern, die anderen Instrumenten versagt bleiben müssen. Weil gleichzeitig die Kosten im unteren Drittel der gewohnten Budgets liegen, ist iQUEST für den Markt von besonderem Interesse", freut sich OEKONSULT-Chef Joshi M.A. Schillhab über das positive Feedback zur nunmehr bereits zweiten Auftragsarbeit für "profil" en suite.

Die aktuelle OEKONSULT-profil Umfrage, komplett:
http.//www.oekonsult.at/iquest/profil

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