Hager: Jesionek stellt unerträgliche Arroganz zur Schau

Wie ein verdienter Präsident sich selbst demontiert

Wien, 2002-05-13 (fpd) - In der Sendung "Betrifft" vom 12.5.2002 habe der Präsident des Jugendgerichtshofes deutlicher gemacht als es schon war, daß es ihm nicht um eine sachliche, sondern um eine ideologische Diskussion gehe, weil er den Argumenten des Bundesministers nichts entgegenzusetzen vermocht und diesen Mangel mit eines Präsidenten unwürdigen Untergriffen und unverständlichem Gebrumm auszugleichen versucht habe, meinte heute der freiheitliche Europaabgeordnete und Hofrat des Obersten Gerichtshofes a.D. Prof. Dr. Gerhard Hager. Die vor laufender Kamera aufgestellte Behauptung, der Bundesminister und der Leitende Oberstaatsanwalt von Wien verstünden nichts von der Materie, seien nicht nur durch die sehr profunden Ausführungen des Ministers ad absurdum geführt worden, sie sprächen überdies für sich und ließen die unerträgliche Arroganz des Präsidenten Jesionek erkennen, der sich offensichtlich für den wahren Propheten hielte und sich seit Jahrzehnten mit der Behauptung in Szene setze, daß jeder 14- 18jährige gegen das Strafgesetzbuch verstoße. ****

"Ich kann dieses Gewäsch, das ich vor Jahrzehnten zum ersten Mal beim Strafrechtsseminar in Ottenstein gehört habe, nicht nur nicht mehr hören, ich halte es auch für unverantwortlich gegenüber jenen Jugendlichen, die sich selbstverständlich an das Gesetz halten und die durch derartige pädagogisch bemerkenswerte Aussagen brüskiert werden", so Hager.

Im Übrigen wurden die wenigen sachlichen Einlassungen Jesioneks durch die eindeutigen und emotionslos von Sektionschef Dr. Neider vorgetragenen Fakten als falsch entlarvt. "Ich verstehe, daß Jesionek, der sich nach eigener Aussage als "legendärer Präsident" des JGH versteht, dem noch dazu immer schon ein intensives Verlangen nach dem Ministersessel nachgesagt wurde, seine Demontage im letzten Berufsjahr als bitter empfindet. Da es ihm aber, wie er sagt, um die Sache geht, wird er damit schon fertig werden, wenn das eigentliche und sehr einfach nachzuvollziehende Anliegen des Ministers durch die Feuermauer des Zornes zu seinem Ego durchdringt. Sollte er allerdings auf seinem nur als stur zu bezeichnenden Standpunkt beharren, würde er sich schließlich als Behinderer des Fortschritts selbst demontieren", schloß Hager. (Schluß)

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