• 13.05.2002, 09:37:44
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Hager: Jesionek stellt unerträgliche Arroganz zur Schau=

Wie ein verdienter Präsident sich selbst demontiert

Wien, 2002-05-13 (fpd) - In der Sendung "Betrifft" vom 12.5.2002 habe
der Präsident des Jugendgerichtshofes deutlicher gemacht als es schon
war, daß es ihm nicht um eine sachliche, sondern um eine ideologische
Diskussion gehe, weil er den Argumenten des Bundesministers nichts
entgegenzusetzen vermocht und diesen Mangel mit eines Präsidenten
unwürdigen Untergriffen und unverständlichem Gebrumm auszugleichen
versucht habe, meinte heute der freiheitliche Europaabgeordnete und
Hofrat des Obersten Gerichtshofes a.D. Prof. Dr. Gerhard Hager. Die
vor laufender Kamera aufgestellte Behauptung, der Bundesminister und
der Leitende Oberstaatsanwalt von Wien verstünden nichts von der
Materie, seien nicht nur durch die sehr profunden Ausführungen des
Ministers ad absurdum geführt worden, sie sprächen überdies für sich
und ließen die unerträgliche Arroganz des Präsidenten Jesionek
erkennen, der sich offensichtlich für den wahren Propheten hielte und
sich seit Jahrzehnten mit der Behauptung in Szene setze, daß jeder
14- 18jährige gegen das Strafgesetzbuch verstoße. ****

"Ich kann dieses Gewäsch, das ich vor Jahrzehnten zum ersten Mal beim
Strafrechtsseminar in Ottenstein gehört habe, nicht nur nicht mehr
hören, ich halte es auch für unverantwortlich gegenüber jenen
Jugendlichen, die sich selbstverständlich an das Gesetz halten und
die durch derartige pädagogisch bemerkenswerte Aussagen brüskiert
werden", so Hager.

Im Übrigen wurden die wenigen sachlichen Einlassungen Jesioneks durch
die eindeutigen und emotionslos von Sektionschef Dr. Neider
vorgetragenen Fakten als falsch entlarvt. "Ich verstehe, daß
Jesionek, der sich nach eigener Aussage als "legendärer Präsident"
des JGH versteht, dem noch dazu immer schon ein intensives Verlangen
nach dem Ministersessel nachgesagt wurde, seine Demontage im letzten
Berufsjahr als bitter empfindet. Da es ihm aber, wie er sagt, um die
Sache geht, wird er damit schon fertig werden, wenn das eigentliche
und sehr einfach nachzuvollziehende Anliegen des Ministers durch die
Feuermauer des Zornes zu seinem Ego durchdringt. Sollte er allerdings
auf seinem nur als stur zu bezeichnenden Standpunkt beharren, würde
er sich schließlich als Behinderer des Fortschritts selbst
demontieren", schloß Hager. (Schluß)

Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat

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