• 03.05.2002, 16:43:41
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Deutsche Bank schiebt mit Auslagerung der IT-Infrastruktur Kosteneinsparungen in der Banken-Branche an

Hermann-Josef Lamberti im "CIO"-Interview: 14 Prozent des Verwaltungsaufwands entfallen bei der Deutschen Bank auf die IT und Operations

Hamburg (OTS) - Der Chief Operating Officer (COO) der Deutschen
Bank Hermann-Josef Lamberti steht unter Zugzwang: Zum Stichwort
"Sparen" fällt dem COO im Interview mit dem IT-Wirtschaftsmagazin
"CIO" "vor allem unser IT-Budget ein". 14 Prozent des
Verwaltungsaufwands bei der Deutschen Bank entfallen nach Lambertis
Angaben auf die IT und Operations, alle Ausgaben für Entwicklung,
Infrastruktur, Abwicklung im Backoffice samt der Gehälter für die
Mitarbeiter im Zahlungsverkehr eingeschlossen. Insgesamt hat sich die
"Cost-Income-Ratio" der Deutschen Bank von 72,1 Prozent in 2000 auf
80,1 Prozent im Jahresmittel 2001 verschlechtert. Mittels
IT-Outsourcing soll jetzt ein großer Kostenblock der Bank deutlich
reduziert werden.

Für die Auslagerung an ein Konsortium von Dienstleistern
vorgesehen sind Rechenzentren, kleine Server-Sites und Netzwerke in
Deutschland, Belgien, Italien, Luxemburg, Polen, Portugal und
Spanien. Über diese werden die Geschäftsbereiche Private Kunden und
Vermögensverwaltung, DB Services, Konzernsteuerung und Teile der
Fimenkunden- und Investmentbank abgewickelt. Accenture, CSC, EDS, IBM
und T-Systems sollen nun ihre Angebote abgeben. Unbestätigten
Berichten zufolge geht es dabei um ein Volumen von 350 Millionen Euro
pro Jahr. In den USA lässt die Deutsche Bank bereits Teile ihrer
IT-Operations von der texanischen EDS Corp. abwickeln. Das
Unternehmen ist auch in Deutschland mit einer Reihe von Rechenzentren
und dem Stammsitz in Rüsselsheim bei Frankfurt vertreten.

Auch andere Banken planen derzeit, Ballast abzuwerfen: Gegenüber
"CIO" erklärt Michael Paravicini, CIO der Commerzbank,
Kosteneinsparungen müssten sein. Auf die IT wirkten sich die 3.400
Stellenstreichungen und 200 Filialschließungen, die die Commerzbank
bis Ende 2003 durchführen wolle, erheblich aus: "Wir haben unser
Projektportfolio durchleuchtet und viele Projekte entweder
zurückgestellt, geändert oder gestrichen." Dennoch verbreitet der CIO
Optimismus: "Ich bin überzeugt, dass wir auch dieses Jahr vernünftig
investieren können. Ich bin zwar zehn bis 15 Prozent vom letzten
Budget entfernt; dennoch investieren wir in neue Projekte in einer
Größenordnung von 57 Millionen Euro."

Über CIO

"CIO - IT-Strategie für Manager" berichtet monatlich über
wirtschaftliche und strategische Aspekte des
Informationstechnik-Einsatzes in Unternehmen. Das Magazin wendet sich
an Führungskräfte aller Branchen, die über den strategischen
IT-Einsatz in ihren Unternehmen entscheiden. CIO erscheint seit
Oktober 2001 im Computerwoche Verlag, München, der zur IDG
Communications Verlag AG gehört. Publisherin ist Karin Giffhorn. Die
Redaktion mit Sitz in Hamburg wird von Heinrich Seeger geleitet,
Anzeigenleiterin ist Henriette von Wangenheim, Vertriebsleiter Canio
Martino. Weitere Informationen: www.cio.de

ots Originaltext: CIO IT Wirtschaftsmagazin

Rückfragehinweis:

Johannes Klostermeier,
Redaktion "CIO",
Tel. 0049/40/8 08 07 15- 510

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | EUN/EUN/OTS

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