Arbeitslosigkeit: Bures kritisiert Untätigkeit der Regierung

Wien (SK) Die heute vom Arbeitsministerium veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für April hält SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures für Besorgnis erregend. "Seit genau einem Jahr steigt die Arbeitslosigkeit Monat für Monat", so Bures. "Die Regierung schaut dieser Entwicklung seit einem Jahr tatenlos zu und denkt überhaupt nicht daran, irgend etwas dagegen zu unternehmen", kritisiert Bures am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Angesichts der seit Monaten mit Raten von rund 20 Prozent (im Jahresabstand) steigenden Arbeitslosigkeit hält Bures die Untätigkeit der Regierung für skandalös. "Es rächt sich jetzt, dass die Koalitionsparteien die Arbeitslosenversicherung ausgeräumt und die Überschüsse der Arbeitslosenversicherung fürs Budget abgezweigt haben", sagte Bures. Dem Arbeitsmarkt und den Arbeitnehmern wurden Milliarden Euro entzogen, die eigentlich für aktive Arbeitsmarktmaßnahmen verwendet werden sollten. Die SPÖ fordert die Regierung auf, das von der SPÖ vorgelegte Programm für Konjunktur und Arbeitsmarkt umzusetzen.

Die mehr als 28-prozentige Zunahme der Arbeitslosigkeit bei den 19- bis 24-Jährigen ist für Bures besonders dramatisch. "Die verfehlte Bildungs- und Ausbildungspolitik der Regierung verbaut tausenden jungen Menschen die Zukunft", so Bures.

Als "Ausdruck des schlechten Gewissens" sieht Bures die Tatsache, dass Arbeitsminister Bartenstein, dem die Arbeitsmarktdaten seit Tagen vorliegen, "sich erst nach dem 1. Mai traut, die für ihn blamablen Arbeitsmarktzahlen zu veröffentlichen". (Schluss) wf

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