Slowakei investiert kräftig in verbesserten Umweltschutz

WKÖ sieht gute Chancen für österreichische Unternehmen

Wien (PWK314) - Im heurigen Jahr wird die Europäische Union der Slowakei fast 190 Millionen Euro für den Umweltschutz und die Verbesserung der Infrastruktur zur Verfügung stellen. Diese Mittel werden die Angleichung der slowakischen Umweltstandards an das Unionsniveau beschleunigen.

Für die Periode von 1999 bis 2008 ist ein Investitionsvolumen von 4,8 Milliarden Euro für den Umweltschutz geplant. Diese Summe wird vom Staat, von staatlichen Umweltfonds, von den Kommunen, von der Privatwirtschaft sowie über Programme der EU aufgebracht. Zu diesen Programmen gehören ISPA, Instrument for Structural Policies for Pre-accession; PHARE, Poland and Hungary Assistance for Restructing of Economies (unterstützt auch die Slowakei) sowie SAPARD, Special Action for Pre-accession for Agriculture and Rural Development.

Der Anteil der Privatwirtschaft an den Umweltinvestitionen betrug schon im Jahr 1995 50%. Die Entwicklung der letzten Jahre hat gezeigt, dass dieser Anteil stetig wächst. Auch der Gesamtanteil der Umweltausgaben am BIP soll von ca. 1,7% im Jahr 2002 auf rund 2,5% im Jahr 2008 steigen. Damit liegt die Slowakei im europäischen Spitzenfeld. Das auch im europäischen Kontext sehr gute Abschneiden der Slowakei in Umweltfragen zeigt sich auch darin, dass bei den Beitrittsverhandlungen lediglich sechs Übergangsfristen ausverhandelt wurden. Damit wird schon zum Beitrittszeitpunkt ein Großteil des europäischen Umweltrechts umgesetzt sein, betont der Leiter der Abteilung für Umwelt-, Energie- und Infrastrukturpolitik, Doz. Stephan Schwarzer.

Besonders in folgenden Bereichen seien, aufgrund der zu erfüllenden Übergangsfristen längerfristig Investitionen zu erwarten:
umweltfreundliche Behandlung gefährlicher Abfälle, Recycling von Wertstoffen und Reinigung der kommunalen Abwässer.

Dieser Ökologisierungsschub in der Slowakei berge große Chancen für die Österreichische Wirtschaft. Denn aufgrund ihres hervorragenden Know-hows und ihrer traditionell guten Kontakte mit der Slowakei können österreichische Betriebe auf dem wachsenden Markt sowohl als Lieferanten als auch als Consulter partizipieren, erklärt Schwarzer. (hp)

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Dr. Stephan Schwarzer
Tel.: (++43-1) 50105-4197Wirtschaftskammer Österreich
Abteilung für Umwelt-, Energie- und Infrastrukturpolitik

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