• 03.05.2002, 10:58:25
  • /
  • OTS0085 OTW0085

Wifi will der AK den Bildungsbonus für Arbeitnehmer verbieten=

Linz (AKO)

Das Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer OÖ hat am
30. April beim Landesgericht Linz eine sogenannte UWG-Klage gegen die
AK OÖ eingebracht. Ziel ist, der AK den Bildungsbonus für ihre
Mitglieder zu verbieten. "Die AK wird sich nicht von einer
Wirtschaftskammer-Einrichtung vorschreiben lassen, wie sie ihre
Mitglieder fördert. Wir sind rechtlich gut abgesichert," meint dazu
AK-Direktor Dr. Peischer. Für ihn stellt sich die Frage, ob es sich
hier um die Aktion eines Aussenseiters handelt, oder ob das
sozialpartnerschaftliche Klima in Oberösterreich insgesamt in Frage
gestellt wird.

Im August vorigen Jahres hat die AK an alle ihre Mitglieder in
Oberösterreich einen Bildungsbonus im Wert von 1000 Schilling
versendet. Der Gutschein konnte bei Sprachkursen und
Ausbildungsgängen für Informationstechnologien der AK eigenen
Bildungseinrichtungen BFI und Volkshochschule eingelöst werden. Der
Bildungsbonus ist ein Teil der Aktion AK Plus, bei der mit internen
Einsparungen neue Angebote für Mitglieder finanziert werden.

"Diese berufsbezogenen Bildungsangebote sind nicht nur für die
Arbeitnehmer wichtig, sie stellen auch eine enorme Förderung für die
oberösterreichische Wirtschaft dar", sagt AK Direktor
Dr. Peischer. Unter diesem Gesichtspunkt eine Wettbewerbsverzerrung
zwischen Bildungseinrichtungen der Sozialpartner zu konstruieren ist
völlig abstrus. Wenn das Wifi mit dem AK Angebot gleichziehen will,
dann steht es ihm oder der Wirtschaftskammer frei, ebenfalls einen
Bildungsbonus für Arbeitnehmer anzubieten. Die AK würde das sogar
ausdrücklich unterstützen. Über eine gegenseitige Anerkennung dieser
Gutscheine bei den jeweiligen
Bildungseinrichtungen könne man jederzeit reden, meint
Dr. Peischer.

Erstaunlich ist für die AK nicht nur die Klage selbst, sondern
auch der Zeitpunkt der Einbringung, weil die Gutscheine ja vor mehr
als acht Monaten ausgegeben wurden. Interessant wird das Verfahren
auf jeden Fall, weil das Wifi im Zuge des Beweisverfahrens seine
Kalkulationen völlig offen legen wird müssen.

Für AK Präsident Hubert Wipplinger ist das ganze Theater völlig
unverständlich: "Da wird von Unternehmerseite immer darüber
gejammert, dass qualifizierte Kräfte fehlen und jetzt will eine
Unternehmereinrichtung der AK verbieten, die Weiterbildung von
Arbeitnehmern zu fördern."

Rückfragehinweis: Arbeiterkammer Oberösterreich

Kommunikation
Mag. Hans Preinfalk
Tel.: (0732) 6906-2181
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKO/AKO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel