FP-Strache: Demokratisch legitime Kundgebung darf dem Druck der Straße nicht weichen

Moralisch wertvolle Gedenkkundgebung am 8. Mai kann nicht verunglimpft werden

Wien, 03-05-2002 (fpd) - Demokraten sollten nicht den aktuellen parteipolitisch motivierten linken Unterstellungen, Diffamierungen und Diktionen zur "8. Mai Gedenkveranstaltung" des WKR (Wiener-Korporations-Ring) auf den Leim gehen, forderte heute der Landesobmann-Stellvertreter der Wiener FPÖ, GR Heinz-Christian Strache.

"Die jährlich stattfindende und angemeldete WKR-Gedenkkundgebung am 8. Mai ist weder eine Demonstration, keine politische Veranstaltung, keine Trauerfeier und schon gar keine "Rechtsextremisten-Veranstaltung", wie dies unter anderem der Wiener Bürgermeister in diversen Wortmeldungen in polemischer Weise unterstellt hat.
Anbei sei festgestellt, daß ich felsenfest davon überzeugt bin, dass Dr. Häupl, welcher in seiner Jugendzeit langjähriges und führendes Mitglied einer schlagenden Verbindung in Krems und des LDC-Niederösterreichs war, kein ehemaliger "Rechtsextremist" ist, so Strache.

Faktum ist, dass die seit knapp einem Jahrzehnt von Dipl. Ing. Dr. Rainer Pawkowicz ins Leben gerufene Kundgebung zum Gedenken aller Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges dient. Die diesjährige Kundgebung, welche auch im religiösen Rahmen mittels einer priesterliche Weihe stattfinden soll, steht auch unter dem Motto:
"Der 8. Mai 1945 war hoffentlich der letzte Tag, an dem kriegerische Auseinandersetzungen in Österreich stattfanden, und hoffentlich auch der letzte Tag, an dem Soldaten auf österreichischem Boden gefallen sind."

Als Ort des WKR-Gedenkens diente in den vergangenen Jahren das offizielle Kriegsdenkmal der Republik Österreich ("Krypta" -Grabstelle eines unbekannten Soldaten aus dem 1. Weltkrieg), welches auch einmal im Jahr vom Bundespräsidenten und den Bundesregierungsmitgliedern zwecks würdigen Gedenkens im Rahmen einer Kranzniederlegung aufgesucht wird. Daß nunmehr das Militärkommando Wien die Genehmigung zurückgezogen hat zeigt, daß die politische Motivation offensichtlich auch in Teilen des Bundesheeres Einzug gehalten habe und man dem undemokratischen Druck mancher Kräfte weichen will.

Jedem aufrechten Demokraten sei daher ins Stammbuch geschrieben, dass nicht nur die Vorväter, sondern auch die heutigen Protagonisten der freiheitlichen Studentenverbindungen in Österreich für demokratische Rechte einstehen, gegen jegliche Form von Diktatur auftreten, sich für die Presse-, Gesinnungs- und Versammlungsfreiheit einsetzen sowie sich vehement gegen die Gewalt gegen Andersdenkende verwehren, bemerkte Starche.

"Dort, wo mit Pflastersteinen geworfen wird, beginnt der neue Faschismus", stellte der geschätzte Alt-Bürgermeister Dr. Helmut Zilk fest. Mit Pflastersteinen wird jedoch in Österreich ausschließlich von "Links" geworfen. Dort, wo mit Diffamierungen, Kriminalisierungsversuchen und geforderten Kundgebungsverboten gegen demokratische Vereine und Persönlichkeiten vorgegangen wird, beginnt aber auch der neue bzw. alte Faschismus, bemerkte Strache in Bezug auf die negativen Stellungnahmen der Wiener SPÖ.

GR Heinz-Christian Strache zitierte weiters auch den russische Sowjetdissident Alexander Solschenizyn der in seinem bekannten Buch "Archipel Gulag" sinngemäß schrieb: "Kommunisten und Marxisten haben eines gemeinsam, beide verschonen wirklich Kriminelle, kriminalisieren jedoch Andersdenkende".
"In einer Demokratie darf es jedoch zu solch "inszenierten Kriminalisierungskunststücken" nicht kommen. In einer Demokratie dürfen sich Demokraten aber auch nicht von der Gewalt der Strasse -gleichgültig ob von links oder rechts - abbringen lassen, eine demokratisch legitime und moralisch wertvolle Gedenkkundgebung friedlich abzuhalten.
Was an dieser demokratischen Grundhaltung nach dem Prinzip, "Wehret den Anfängen" nicht vernünftig und verwerflich sein soll, müssen allfällige Kritiker bitte näher erläutern. Vor einer Gewaltandrohung gegenüber Andersdenkenden als Veranstalter zu kapitulieren, wäre nämlich der Beginn eines drohenden Untergangs für die Demokratie. Dies darf jedoch nicht der Fall sein", schloß Strache. (Schluss) jen

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