Bures: Haider soll die Teilnahme von FPÖ-Funktionären an Demo im Neonazi-Ambiente "strikt untersagen"

"De facto"-Obmann hat Handlungsbedarf

Wien (SK) "Nun ist der 'de facto'-Obmann der FPÖ am Zug: Jörg Haider muss dafür sorgen, dass freiheitliche Funktionäre und andere FPÖ-nahe Personen nicht an einer Demonstration am 8. Mai im Ambiente rechtradikaler und neonazistischer Gruppen teilnehmen", erklärte SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures am Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. Als "der starke Mann" in der FPÖ müsse Haider seine Parteifreunde nun "an die Kandare" nehmen und sich vom "braunen Gedankengut" distanzieren, so Bures. Die Teilnahme von Freiheitlichen an der für den 8. Mai am Wiener Heldenplatz geplanten "Trauerfeier" müsse Haider umgehend untersagen. ****

"Auch wenn die Abgeordneten Jung und Graf nun versuchen, den wahren Charakter der Demonstration mit dem Verweis auf das Gedenken angeblicher soldatischer Tugenden zu vernebeln, ändert das nichts am tatsächlichen Ziel dieser Veranstaltung - nämlich den 8. Mai als Tag der Trauer über die Niederlage des Dritten Reichs im Zweiten Weltkrieg zu begehen", stellte Bures fest. "Haider soll seinen Parteifreunden nun sagen, wo es lang geht und strikt untersagen, dass seine Parteifreunde an Veranstaltungen im Dunstkreis von Neo-Nazismus und Geschichtsrevisionismus an der Seite von Rechtsradikalen teilnehmen", so die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin.

"Die nationalsozialistische Kriegsmaschinerie hat Millionen von Menschen zu Tode gebracht. Der 8. Mai, der Tag der Kapitulation Hitler-Deutschlands, ist somit ein Tag der Freude über den endgültigen Zusammenbruch dieses menschenverachtenden Regimes", unterstrich Bures abschließend. (Schluss) nf

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