Kahlschlag bei Postämtern löst Bestürzung aus

NÖ Pensionistenverband: Enorme Erschwernis für ältere Menschen

St. Pölten, (SPI) - Ratlos mussten in den letzten Tagen viele ältere Menschen in den niederösterreichischen Gemeinden zur Kenntnis nehmen, dass es ihr Postamt nicht mehr gibt. Die meisten dieser Ämter sind Ende April geschlossen worden, der Rest wird dem Kahlschlag der Regierung demnächst zum Opfer fallen. Das hat, wie der NÖ Pensionistenverband feststellt, enorme Erschwernisse für ältere Menschen zur Folge. Sein Landesvorsitzender Dr. Alfred Zupancic: "Die Rechnung, dass überall etwa Labensmittelgeschäfte den Postdienst übernehmen könnten, ist nämlich nicht aufgegangen, was bei der unzulänglichen Nahversorgung kein Wunder ist. Und ältere, oft gehbehinderte Menschen auf das Postamt in der nächsten Stadt zu verweisen, ist eine eklatante Missachtung ihrer Situation".****

Die Stillegung von 226 Postämter, die Auflassung von 37 Gendarmerieposten und die Stillegung von 14 Bezirksgerichten stellt, wie der NÖ Pensionistenverband betont, außerdem die Existenz des ländlichen Raumes in Frage. Die Gefahr, dass er, was seine infrastrukturellen Einrichtungen betrifft, zu einer Art "Sahel-Zone" werden könnte, ist nicht mehr vorn der Hand zu weisen. Und das unter Duldung einer Partei, die in Niederösterreich vorgibt, die Interessen vor allem der Landbevölkerung zu vertreten.
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