Sicherheits-Spürnasen auf Schnüffelkurs

. Kleine Detektive spüren Stolperfallen für Alt und Jung auf. Für einen Wettbewerb von "Sicher Leben" und Partnern entwickelten Volksschulkinder Informationsmaterialien und Medien in Sachen Unfallverhütung. Die Besten wurden heute im Wiener Rathaus prämiert

Wien (OTS) - Stürze sind die häufigsten Unfallursachen bei Kindern. Rund 100.000 Kinder bis 14 Jahre müssen sich nach einem Sturz in ärztliche Behandlung begeben, die Mehrheit davon (58%) sind Buben. Die häufigsten Verletzungen sind Knochenbrüche. Kinder verletzen sich vor allem am Unterarm, Handgelenk oder brechen sich die Finger. Bei älteren Menschen besonders gravierend: Brüche an Oberschenkel, Handgelenk und Fußknochen. Jährlich müssen 150.000 Senioren nach einem Sturz zum Arzt.

Kinder helfen mit Unfälle zu vermeiden

Aus diesem Grund startete das Institut "Sicher Leben" in Zusammenarbeit mit dem WHO-Projekt "Wien - gesunde Stadt" und der Initiative "Sicher Gehen über 60" ein Projekt zur Sicherheitserziehung in Volksschulen. Die "Sicherheits-Spürnasen" (Kinder der 1. bis. 4. Schulstufe) wurden im Schuljahr 2001/02 eingeladen ihre sprichwörtliche Nase überall dorthinein zu stecken, wo Sturzgefahr besteht: Auf Treppen, bei Schnee und Eis, beim Skateboardfahren uvm. "Gerade Schulen können einen wichtigen Beitrag zur Unfallverhütung leisten. Kindern sollen möglichst früh die Zusammenhänge von Unfällen und deren Ursachen begreiflich gemacht sowie mögliche Vorbeugungsmaßnahmen verdeutlicht werden. Wir freuen uns, über die hohe Beteiligung an diesem Wettbewerb und die Reihe an überaus originellen und ambitionierten Einsendungen", zeigt sich Dr. Rupert Kisser, Leiter des Institutes "Sicher Leben", von der Ideenvielfalt der Volksschüler begeistert.

Vom Hörspiel bis zum "Stolper-Man"

Ob Zeitung, Video, Hörspiel, Internetseite, Collage oder Plakat:
Der Kreativität der Kinder waren keine Grenzen gesetzt. Im Rahmen der heutigen Preisverleihung im Wiener Rathaus wurden die Arbeiten der kleinen Detektive von der Stadtschulratspräsidentin Dr. Susanne Brandsteidl, Dr. Hannes Schmidl, von "Wien - gesunde Stadt" und Dr. Rupert Kisser ausgezeichnet. Im Beisein von mehr als 200 Kindern, deren Eltern und Großeltern präsentierten die "Kids" eine Fülle an Materialien. Unter den vielfältigen Einsendungen befanden sich u.a. eine kleine Zirkusshow, eine Umfrage unter alten Menschen samt Auswertung, ein eigenes kreiertes Maskottchen "Stolper-Man" und sogar eine Diashow (Power-Point-Präsentation). "Im Anschluss werden alle Beiträge in einer Ausstellung präsentiert bzw. im Internet veröffentlicht - damit die Arbeiten nicht nur nachhaltig im Gedächtnis haften bleiben, sondern auch weiterhin präventive Maßnahmen getroffen werden", weist Stadtschulrätin Brandsteidl auf die Nachhaltigkeit der Aktion hin.

1. Preis: Sicherheit über Generationen

Während des Wettbewerbs konnten die Kinder in Teams "ihr" Thema erstellen und den Beitrag dazu erstellen. Eine Grundidee des Wettbewerbs war es, nicht nur Stolperfallen für Kinder aufzudecken, sondern sich auch über Unfallgefahren für ältere Menschen Gedanken zu machen. "Der generationsübergreifende Aspekt schafft Bewusstseinsbildung und bringt Alt und Jung einander näher. Kinder können von den Unfallgefahren ihrer Großeltern lernen und ihre Omas und Opas darauf aufmerksam machen", betont Projektleiterin Mag. Marion Jaros, vom Institut "Sicher Leben". Den Hauptpreis, einen Kletterkurs der Bank Austria, erhielt denn auch ein generationsübergreifendes Projekt der 4. Klasse Volksschule in der Lavantgasse. Verlierer gab es dennoch keine: Jede Klasse erhielt Microsoft CD-Lexika und 2 Ausgaben des Weltatlas' im Wert von rund 2.200 Euro!

Als prominente Unterstützer der Aktion fungieren "Die Helfer Wiens", der Stadtschulrat und das "Confetti-TiVi" des ORF.

Weitere Informationen: Institut "Sicher Leben", Mag. Marion Jaros, Tel.: 01/715 66 44-322, e-mail: marion.jaros@sicherleben.at, Internet: www.sicherleben.at/schulen

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