Frühjahrstagung des Wiener Drogenbeirates

Hauptthema jugendliche Suchtkranke

Wien, (OTS) Der Wiener Drogenbeirat, das beratende Gremium der Stadt Wien zur Drogenpolitik, trat Anfang dieser Woche zum zweiten Mal in diesem Jahr zusammen. Unter dem Vorsitz der amtsführenden Stadträtin für Gesundheits- und Spitalswesen Prim. Dr. Elisabeth Pittermann, nahmen Experten aus den Bereichen Suchtprävention, Beratung, Behandlung, Betreuung, sozialer Integration von Suchtkranken, Vertreter des Magistrats, der Polizei und Justiz sowie Vertreter der Fraktionen im Wiener Gemeinderat an der Sitzung teil.

Schwerpunkt "Kinder und Jugendliche im Netzwerk der Wiener Suchtkrankenhilfe"

In zahlreichen Vorträgen wurden die Mitglieder des Wiener Drogenbeirates über die konsequente Umsetzung des Wiener Drogenkonzeptes im Bereich Jugendliche informiert. Eine Vielzahl von Einrichtungen und Therapiestationen beschäftigt sich in Wien mit dem Problem.

Dr. Robert Muhr vom Behandlungszentrum Grüner Kreis, erklärte den Anwesenden die Langzeittherapie mit suchtkranken Jugendlichen. Für den Spitalsverbindungsdienst Contact, eine Abteilung des Fonds Soziales Wien, schilderte Dr. Hermine Schmidhofer die speziellen Aufgaben bei der Vermittlung von Jugendlichen Suchtkranken aus der Spitalsbetreuung, in entsprechende Hilfseinrichtungen.
Wolfgang Bäcker, pädagogischer Leiter der Sozialpädagogischen Abteilung der MAG ELF betonte in seinem Referat über das Drogenkompetenzzentrum der Magistratsabteilung 11 die Schnittstellenfunktion mit allen anderen Drogeneinrichtungen.
Dr. Sabine Haas, ÖBIG-Projektleiterin, stellte in ihrem Referat fest, dass nur wenige Jugendliche nach einem Experimentierkonsum von Drogen auch einen problematischen Substanzkonsum entwickeln.

Zahl der jugendlichen Drogenkonsumenten auf niedrigem Niveau stabil

Die erfreuliche Bilanz der Experten im Drogenbeirat: die Zahl der Jugendlichen mit problematischem Drogenkonsum bleibt auf niedrigem Niveau stabil. Gerade im Bereich Heroin kann man - übrigens europaweit - sogar einen Rückgang des Konsums feststellen.

Wiener Drogenbeirat sieht die Maßnahmen für jugendliche Drogenkonsumenten bestätigt

Einhellig haben die Mitglieder des Wiener Drogenbeirates festgestellt, dass die erfolgreiche Integrierte Wiener Drogenpolitik insbesondere im Bereich Jugendlicher beispielhaft umgesetzt wurde. Gerade im Zusammenhang mit dieser Thematik ist es gelungen, eine adäquate Behandlung und Betreuung von Drogenabhängigen Jugendlichen nicht nur in spezifischen Drogeneinrichtungen zu erreichen, sondern im breiten Netzwerk der Gesundheits- und Sozialeinrichtungen der Stadt nachhaltig zu verankern. (Schluss) flo

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