• 02.05.2002, 10:02:10
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Frühjahrstagung des Wiener Drogenbeirates=

Hauptthema jugendliche Suchtkranke

Wien, (OTS) Der Wiener Drogenbeirat, das beratende Gremium der
Stadt Wien zur Drogenpolitik, trat Anfang dieser Woche zum zweiten
Mal in diesem Jahr zusammen. Unter dem Vorsitz der amtsführenden
Stadträtin für Gesundheits- und Spitalswesen Prim. Dr. Elisabeth
Pittermann, nahmen Experten aus den Bereichen Suchtprävention,
Beratung, Behandlung, Betreuung, sozialer Integration von
Suchtkranken, Vertreter des Magistrats, der Polizei und Justiz sowie
Vertreter der Fraktionen im Wiener Gemeinderat an der Sitzung teil.

Schwerpunkt "Kinder und Jugendliche im Netzwerk der Wiener
Suchtkrankenhilfe"

In zahlreichen Vorträgen wurden die Mitglieder des Wiener
Drogenbeirates über die konsequente Umsetzung des Wiener
Drogenkonzeptes im Bereich Jugendliche informiert. Eine Vielzahl von
Einrichtungen und Therapiestationen beschäftigt sich in Wien mit dem
Problem.

Dr. Robert Muhr vom Behandlungszentrum Grüner Kreis, erklärte
den Anwesenden die Langzeittherapie mit suchtkranken Jugendlichen.
Für den Spitalsverbindungsdienst Contact, eine Abteilung des Fonds
Soziales Wien, schilderte Dr. Hermine Schmidhofer die speziellen
Aufgaben bei der Vermittlung von Jugendlichen Suchtkranken aus der
Spitalsbetreuung, in entsprechende Hilfseinrichtungen.
Wolfgang Bäcker, pädagogischer Leiter der Sozialpädagogischen
Abteilung der MAG ELF betonte in seinem Referat über das
Drogenkompetenzzentrum der Magistratsabteilung 11 die
Schnittstellenfunktion mit allen anderen Drogeneinrichtungen.
Dr. Sabine Haas, ÖBIG-Projektleiterin, stellte in ihrem Referat fest,
dass nur wenige Jugendliche nach einem Experimentierkonsum von Drogen
auch einen problematischen Substanzkonsum entwickeln.

Zahl der jugendlichen Drogenkonsumenten auf niedrigem Niveau
stabil

Die erfreuliche Bilanz der Experten im Drogenbeirat: die Zahl
der Jugendlichen mit problematischem Drogenkonsum bleibt auf
niedrigem Niveau stabil. Gerade im Bereich Heroin kann man - übrigens
europaweit - sogar einen Rückgang des Konsums feststellen.

Wiener Drogenbeirat sieht die Maßnahmen für jugendliche
Drogenkonsumenten bestätigt

Einhellig haben die Mitglieder des Wiener Drogenbeirates
festgestellt, dass die erfolgreiche Integrierte Wiener Drogenpolitik
insbesondere im Bereich Jugendlicher beispielhaft umgesetzt wurde.
Gerade im Zusammenhang mit dieser Thematik ist es gelungen, eine
adäquate Behandlung und Betreuung von Drogenabhängigen Jugendlichen
nicht nur in spezifischen Drogeneinrichtungen zu erreichen, sondern
im breiten Netzwerk der Gesundheits- und Sozialeinrichtungen der
Stadt nachhaltig zu verankern. (Schluss) flo

Rückfragehinweis: PID-Rathauskorrespondenz:

http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Flo Winkler
Fonds Soziales Wien
Tel.: 4000/87 312
mailto:[email protected]

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