- 30.04.2002, 11:01:00
- /
- OTS0060 OTW0060
ÖAAB Wien stellt die Frage nach der Zukunft unseres Wohlfahrtsstaates
Startveranstaltung der ZukunftsWerkStadt des ÖAAB Wien am 30.4.2002
Wien (ÖAAB-Wien) "Während andere den 1. Mai in aller Regelmäßigkeit
für die Zelebrierung eingefleischter Parteirituale benutzen, setzt
der Wiener ÖAAB mit der Auftaktveranstaltung ihrer
"ZukunftsWerkStadt" am Vorabend des "Tages der Arbeit" ein bewusstes
Zeichen", berichtet der Wiener ÖAAB-Obmann und gf. VP-Klubchef Dr.
Matthias TSCHIRF.***
TSCHIRF: "Unsere moderne Gesellschaft, bestimmt durch die Kräfte
Globalisierung, Digitalisierung, Individualisierung, befindet sich in
einer revolutionären Phase. Die Rezepte von gestern taugen heute oft
nicht mehr. Eine kritische Überprüfung unseres Wohlfahrtssystems
unter dem Gesichtspunkt des Subsidiaritätsprinzips zeigt, dass vieles
nur mehr auf europäischer Ebene lösbar ist, während andere Bereiche
von Privaten wesentlich besser betreut werden können. Aber auch
angesichts knapper werdender finanzieller Ressourcen kommt der Hilfe
zur Selbsthilfe und Stärkung der Eigenverantwortung wieder ganz
wesentliche Bedeutung zu."
Der deutsche Publizist und Politikberater Dr. Warnfried Dettling,
Hauptreferent der Veranstaltung, entwickelt in seinen Büchern neue
Szenarien und zeigt auf, wie die sozialen Ressourcen der
Bürgergesellschaft vor Ort mobilisiert werden können: für
zukunftweisende Formen der Arbeit, die Bewältigung neuer familiärer
Lebensformen, für die Integration derer, die derzeit am Rande der
Gesellschaft stehen. Er plädiert für eine Sozialpolitik, in deren
Mittelpunkt nicht die Versorgung und Betreuung sozial Schwacher,
sondern die Entwicklung ihrer Fähigkeiten und Stärken steht. Die
Leitfrage lautet daher: Wie müssen soziale Einrichtungen aussehen,
damit die Fähigkeiten, die Kreativität der Menschen nicht lahm
gelegt, sondern aktiviert werden können.
Gemeinsam mit zwei kritischen Vertretern kirchlicher Institutionen -
Martin Schenk (Sozialexperte der Diakonie Österreich und Mitbegründer
von SOS Mitmensch) sowie Mag. Stefan Wallner-Ewald (Österreichische
Caritaszentrale) - stellt sich Dettling der Diskussion über die
Zukunft des Wohlfahrtsstaates.
Dazu Landesobmann TSCHIRF: "Für eine christdemokratische
Arbeitnehmer-organisation ist es notwendig, sich mit den politischen
und gesellschaftlichen Konsequenzen der Veränderungen, die
insbesondere in Ballungsgebieten spürbar werden, auseinander zu
setzen und zeitgemäße Antworten zu finden. Während uns andere am 1.
Mai einreden werden, dass Globalisierung und technologischer Wandel
ausgerechnet vor der Stadtgrenze Wiens Halt machen sollen, nehmen wir
die Herausforderungen der Zukunft an und versuchen, sie im Diskurs
mit den Betroffenen zu meistern."***
Rückfragehinweis: ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Daniel KOSAK (Pressesprecher)
Tel.: (++43-1) 4000 / 81 915
Fax: (++43-1) 4000 / 99 819 15
mailto:[email protected]
http://www.oevp-wien.at
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VPR/ÖAAB-WIEN






