Mailath-Pokorny: "Kritischer Austausch als Zeichen von Weltoffenheit Wiens"

Kulturstadtrat zieht anlässlich des SPÖ-Wien-Landesparteitages Bilanz über sein erstes Jahr in der Stadtregierung

Wien (SPW) "Erste Schritte in Richtung Öffnung und Innovation im Kulturbereich sind gelungen", resümierte Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny vor dem Auftakt zum Landesparteitag der SPÖ
Wien morgen, Samstag. So sei es gelungen, im ersten Jahr mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, die Besetzungen in seinem Verantwortungsbereich lagen bei rund fünfzig Prozent. Mailath betonte, der "kritische Austausch auch über kontroverse Themen wie zuletzt das Vermittlungsprogramm rund um die Wehrmachtsausstellung" werde weiterhin ein Schwerpunkt seiner Arbeit sein. Mailath: "Wien ist eine aufgeschlossene, weltoffene Stadt. Das sichtbar zu machen, ist eine wichtige Aufgabe". ****

Wien habe das höchste Kulturbudget der Geschichte - ein sichtbares Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Stadt ihrer Kultur beimisst. Zudem sei das Budget für die Bezirke gesteigert worden. Mailath:
"Neben den etablierten Häusern darf die sogenannte Grätzlkultur nicht zu kurz kommen, weil sie Kultur zu den Menschen und in die Außenbezirke bringt". Ein wichtiges Bekenntnis, so Mailath, sei auch das Verantwortungsbewusstsein der Stadt, mit ihrem kulturellen Erbe umzugehen. Die Auszeichnung Wiens als Weltkulturerbe der Unesco sei kein Zufall: Seit 30 Jahren wurden durch den Altstadterhaltungsfonds insgesamt rund 3.000 Gebäude saniert. Für die Altstadterhaltung stellt die Stadt jährlich rund 7,27 Millionen Euro zur Verfügung. In Zusammenhang mit dem kulturellen Erbe erwähnte Mailath auch den Rückkauf der Sammlung Strauss-Meyszner, sowie den Restitutionsbericht, der soeben in einer umfassenden Publikation veröffentlicht wurde. Als Schwerpunkte für das kommende Jahr erläuterte Kulturstadtrat Mailath die Neustrukturierung des Historischen Museums: Nach der Ausgliederung werde demnächst die künstlerisch-wissenschaftliche Leitung ausgeschrieben.

Ein weiterer Schwerpunkt sei der Kunstraum Karlsplatz: Nach verstärkter Förderung der dortigen Institutionen (Künstlerhaus, Institution, Errichtung der Kunsthallen-Dependance "Project Space") gehe es darum, den Karlsplatz vom Verkehrsknotenpunkt zum "weltweit einzigartigen Platz" zu etablieren. Zum Museumsquartier meinte Mailath, das Museumsquartier sei ein "wichtiger, gelungener, international beachteter Platz". In Zukunft gehe es darum, dem Museumsquartier "das Publikum zu verschaffen, das es verdient". Und weiter: "Wir sind dabei, Schritt für Schritt die Probleme zu lösen, die mit der Betreibergesellschaft bestehen. Uns muss bewusst sein, dass es genau um jene Institutionen geht, die das Museumsquartier von Anfang an mit Leben erfüllt haben und das Museumsquartier zu dem gemacht haben, was es heute ist", schloss Mailath. (Schluss) gd

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