• 26.04.2002, 13:33:08
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Mailath-Pokorny: "Kritischer Austausch als Zeichen von Weltoffenheit Wiens"

Kulturstadtrat zieht anlässlich des SPÖ-Wien-Landesparteitages Bilanz über sein erstes Jahr in der Stadtregierung

Wien (SPW) "Erste Schritte in Richtung Öffnung und Innovation im
Kulturbereich sind gelungen", resümierte Kulturstadtrat Andreas
Mailath-Pokorny vor dem Auftakt zum Landesparteitag der SPÖ
Wien morgen, Samstag. So sei es gelungen, im ersten Jahr mehr Frauen
in Führungspositionen zu bringen, die Besetzungen in seinem
Verantwortungsbereich lagen bei rund fünfzig Prozent. Mailath
betonte, der "kritische Austausch auch über kontroverse Themen wie
zuletzt das Vermittlungsprogramm rund um die Wehrmachtsausstellung"
werde weiterhin ein Schwerpunkt seiner Arbeit sein. Mailath: "Wien
ist eine aufgeschlossene, weltoffene Stadt. Das sichtbar zu machen,
ist eine wichtige Aufgabe". ****

Wien habe das höchste Kulturbudget der Geschichte - ein sichtbares
Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Stadt ihrer Kultur beimisst.
Zudem sei das Budget für die Bezirke gesteigert worden. Mailath:
"Neben den etablierten Häusern darf die sogenannte Grätzlkultur nicht
zu kurz kommen, weil sie Kultur zu den Menschen und in die
Außenbezirke bringt". Ein wichtiges Bekenntnis, so Mailath, sei auch
das Verantwortungsbewusstsein der Stadt, mit ihrem kulturellen Erbe
umzugehen. Die Auszeichnung Wiens als Weltkulturerbe der Unesco sei
kein Zufall: Seit 30 Jahren wurden durch den Altstadterhaltungsfonds
insgesamt rund 3.000 Gebäude saniert. Für die Altstadterhaltung
stellt die Stadt jährlich rund 7,27 Millionen Euro zur Verfügung. In
Zusammenhang mit dem kulturellen Erbe erwähnte Mailath auch den
Rückkauf der Sammlung Strauss-Meyszner, sowie den
Restitutionsbericht, der soeben in einer umfassenden Publikation
veröffentlicht wurde. Als Schwerpunkte für das kommende Jahr
erläuterte Kulturstadtrat Mailath die Neustrukturierung des
Historischen Museums: Nach der Ausgliederung werde demnächst die
künstlerisch-wissenschaftliche Leitung ausgeschrieben.

Ein weiterer Schwerpunkt sei der Kunstraum Karlsplatz: Nach
verstärkter Förderung der dortigen Institutionen (Künstlerhaus,
Institution, Errichtung der Kunsthallen-Dependance "Project Space")
gehe es darum, den Karlsplatz vom Verkehrsknotenpunkt zum "weltweit
einzigartigen Platz" zu etablieren. Zum Museumsquartier meinte
Mailath, das Museumsquartier sei ein "wichtiger, gelungener,
international beachteter Platz". In Zukunft gehe es darum, dem
Museumsquartier "das Publikum zu verschaffen, das es verdient". Und
weiter: "Wir sind dabei, Schritt für Schritt die Probleme zu lösen,
die mit der Betreibergesellschaft bestehen. Uns muss bewusst sein,
dass es genau um jene Institutionen geht, die das Museumsquartier von
Anfang an mit Leben erfüllt haben und das Museumsquartier zu dem
gemacht haben, was es heute ist", schloss Mailath. (Schluss) gd

Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ-Wien

Tel.: ++43/ 01/ 53 427-235
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at

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