- 18.04.2002, 12:52:48
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FORMAT: Prominente wehren sich gegen Hausdurchsuchungen in der Kinderporno-Affäre
Sexualwissenschafterin Perner und "Krone"-Journalist Haide gegen Innenministerium
Wien (OTS) - Prominente Opfer der jüngsten Hausdurchsuchungen in
der Kinderpornoaffäre kritisieren die Polizei. Das berichtet das
Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner jüngsten Ausgabe. Die Wiener
Sexualtherapeutin Rotraud Perner, bei der die Exekutive ebenfalls
eine Hausdurchsuchung durchgeführt hat schreibt dazu in FORMAT: "In
meiner Fachpublizistik warne ich seit jeher vor überbordenden
Fantasien, ungezügelten Erregungszuständen und blindem Aktionismus.
Jetzt hat mich all das selbst getroffen.
Im Zuge einer breit angelegten Hausdurchsuchungsaktion wurden
widerrechtlich die Räume meines Medienunternehmens - des aaptos-
Verlags, in dem ich nicht nur meine sexualwissenschaftliche
Fachpublizistik produziere, sondern auch SEXUS, die Zeitschrift der
Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung herausgebe -
durchsucht und mein Verlagscomputer beschlagnahmt. Dass dieser nicht
ans Internet angeschlossen ist, da der Verlag gar keinen
Netzanschluss besitzt, wurde von den Kriminalbeamten allerdings nicht
registriert." Weiter sagt Perner in FORMAT: "Ich habe sofort
fernmündlich unter Hinweis auf den verschwiegenheitsgeschützten
Inhalt meines Computers gegen diese Vorgangsweise protestiert und in
der Folge Beschwerde beim Unabhängigen Verwaltungssenat eingelegt."
Auch der "Krone"-Journalist Alexander Haide, der ebenfalls Ziel
einer Hausdurchsuchung wurde, wehrt sich in FORMAT. Haide: "Angeblich
wurde ich einen Monat lang beobachtet und soll als Kinderpornograf
enttarnt werden. Das ist wirklich absurd. Ich arbeite seit mehr als
fünf Jahren mit den Behörden in Österreich und Deutschland zusammen,
habe mit konkreten Hinweisen geholfen, Straftäter zu überführen."
Haide weiter: "Der Leiter der Koordinationsstelle für
Kinderpornografie im Bundeskriminalamt Wiesbaden hat mir versprochen,
schriftlich meine Tätigkeit zu bestätigen."
Rückfragehinweis:
Format-Innenpolitik
Tel.: (01) 217 55/4188
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